Roger E. Mosley – Der soziale Hubschrauberpilot

Roger E. Mosley – Geboren am  18.12.1938 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Roger Earl Mosley wuchs im sogenannten „Imperial Courts Project“  in Watts, Los Angeles auf. Zusammen mit seiner Mutter Eloise Harris. Watts wurde in den 60er Jahren durch Rassenunruhen mit 34 Toten berühmt-berüchtigt. Zu der Zeit indem Mosley dort lebte, galt diese Gegend als eine der  gefährlichsten innerstädtischsten Gegenden der USA.  Doch dazu später mehr.

Der 1,88 Meter große Mosley begann seine Karriere in den frühen 70ern mit Gastauftritten in TV-.Serien wie „Cannon“, „Sanford & Sons“, „Die Straßen von San Francisco“, „Starsky & Hutch“  oder „Kojak“.  Seine erste Filmrolle hatte er 1972 in „Polizeirevier Los Angeles-Ost“. Im Kino sah man ihn in den 70ern in z- B. „Mc Q schlägt zu“ mit John Wayne, „The River Niger“ , „Sechs Männer aus Stahl“ oder „Mr. Universum“ mit Arnold Schwarzenegger.  In den 70ern war er zudem häufig in Filmen des Subgenres der „Blaxploation“-Filme zu sehen wie in „The Mack“, „Hitman“ oder „Leadbelly“ von Regisseur Gordon Parks (seine bis dato liebste Rolle und seine mit einzige als Hauptdarsteller). Zudem sah man ihn an der Seite von Muhammad Ali in „Ich bin der Größte“.  1973 traf er am Set des Filmes „Terminal Island“ Tom Selleck. Dieser brachte ihn ins Gespräch für die Rolle des Hubschrauberpiloten Theodore C.V. Calvin. Diese Rolle spielte er in der Serie „Magnum, P.I.“ von 1980- 1988 in 163 Episoden. Es sollte seine größte Rolle werden.  Der ausgebildete Pilot musste hier für noch nicht mal den Pilotenschein machen. Den hatte er bereits. Es wurde ihn aber verboten seine eigenen Stunts zu machen. Stattdessen wurde der Stuntpilot mit Muskelattrappen ausgestattet, um der Figur von Mosley in gefährlichen Szenen zu ähneln.

Nach dem Ende der Serie war er nicht mehr so häufig in Film und Fernsehen zu sehen. Ein paar Auftritte in Serien wie „Robocop“, „Echt super Mr. Cooper“, „Rude Aweking“ oder „Walker, Texas Ranger“  oder im Kino mit „Der Chaoten Cop“ zählen dazu.

Aufgewachsen in  Watts kehrte er diesen Bezirk nie den Rücken. Im Gegenteil. Er gründete die „Watts Repertory Company“. Diese machte es sich zur Aufgabe,  Kindern und Jugendlichen aus Watts eine Zukunft zu bieten. Mosley selbst hatte zur Zeit des Drehs von „Magnum“ (bzw. in den langen Drehpausen zwischen den Seasons) immer wieder Zeit in seine Heimat zurückzukehren, in  der seine Mutter nach wie vor wohnte. Obwohl er nun, dank des Erfolgs von „Magnum“ und einen Porsche als Geschenk von Tom Selleck, nicht nur diesen besaß, sondern auch einen Rolls Royce, einen Corvette Stingray und einen Truck plus Wohnmobil, sagte er stets, dass es keine mehr verdient hätte als er. Da er es geschafft hatte aus diesen Umfeld rauszukommen. Obgleich er, im Gegensatz zu vielen anderen Kindern in dieser Gegend zu dieser Zeit  ein intaktes Elternhaus hatte und eine Schule besuchen konnte. Dennoch ließ ihn diese Gegend nie los. Er gründete zudem einen „Schwimm Club“ für Kinder in Watts, stellte ein Watts-Baseballteam auf  und trainierte auf Hawaii ein kleines American Football-Team, die „Kaimuki Adler“.  Bis heute ist er aktiv in Watts tätig.

Mosley hat drei Töchter von zwei Frauen und lebt in Los Angeles.