Royce (1994)

Shane Royce (James Belushi), Geheimagent des CIA. Mit seinem scharfen Verstand, seinem umwerfenden Charme und seinem unwiderstehlichen Humor bezwingt er die gefährlichsten Gegner und erobert die Herzen der schönsten Frauen. Diesmal muß er alles bringen. Die ehemaligen Mitglieder seiner Spezialeinheit drehen durch und entführen auf brutale Weise einen Zug voller Nuklearsprengköpfe. Eine weltweite Katastrophe droht: Der Zug, präpariert mit einer Zeitbombe, rast auf Moskau zu! Auf dem Dach des Zuges kommt es zum knallharten Kampf zwischen Royce und Gribbon, dem kaltblütigen Anführer der Gruppe.

James Belushi in einem Agentenfilm? – Kein Thema, dann schaut Euch doch mal Royce an. Royce ist ein Actionfilm aus dem Jahre 1994, in der Hauptrolle als Royce James Belushi, den wir ja bereits aus diversen anderen Filmen dieser Art kennen gelernt haben, „Red Heat“ und „Retroactive“ sind nur einige Beispiele seiner filmischen Laufbahn. Royce ist eher im B-Movie Bereich daheim, bietet dennoch hübsche anzusehende und nicht billig wirkende Actioneinlagen, wie man sie sich gerne anschaut, Explosionen, Schusswechsel und Zweikämpfe. Jedoch sind diese leider in Royce sehr rar gesät worden, ein wenig mehr davon hätte dem Film nicht geschadet.

Belushi hat in sehr vielen Filmen mitgewirkt, doch die meisten tendieren eher zum B-Movie Bereich, der wahre Durchbruch mit einem Blockbuster war nur selten im Gerede. Regisseur von Royce Rod Holcomb, zu seinen weiteren Werken gehören vor allem Tv-Serien, für die er sogar für mehrere Episoden auf dem Regiestuhl Platz nahm, sei es „Agentin mit Herz“, „Quincy“ und „Kampfstern Galactica“. Royce bietet das typische was Agentenfilme ausmacht, Geiselbefreiung, Atomsprengkopfsicherung und Fieslinge ausschalten, wirklich was Neues bietet Royce dem Zuschauer nicht, solche Handlungen hat man schon zu genüge in zig anderen Actionstreifen gesehen und miterlebt.

Überraschungen und Wendungen in der Story sind kaum vorhanden, vieles ist vorhersehbar und wirkt langweilig und dumpf, dies könnte auch an der Besetzung von Royce liegen, denn Belushi hat zwar Talent für verschiedene Rollen, aber die eines Agenten wirkt unglaubwürdig und realitätsfremd, vielen anderen Schauspielern aus dem B-Movie Bereich würde ich eher diese Rolle abnehmen. Das Tempo was der Regisseur in Royce an den Tag legt, kann wunderbar über den fehlenden Spannungsaufbau hinweg trösten und den Zuschauer entschädigen. Viele Szenen wurden versucht auf humorvolle Art und Weise mehr Elan hinein zubringen, manche Dialoge zwischen Royce und seiner Ex-Frau funktionieren auch ganz gut, aber manche Gags bleiben auf halber Strecke liegen und bewirken eher das Gegenteil.

In weiteren Rollen sind noch ein paar markante Gesichter zu erblicken, sei es Peter Boyle als Organisationschef, doch leider rutscht seine Rolle in die Vergessenheit. Und als Bösewicht fungiert auf gute schauspielerische Art: Miguel Ferrer, den man auch aus „Codename: Nina“ und „Hot Shots – Der zweite Versuch“ kennt. Royce hat viel Potenzial, was leider nicht vollkommen ausgeschöpft wurde, was sehr schade ist, kann zwar nicht an einem James Bond Agentenfilm heranreichen, aber gute kurzweilige Unterhaltung, mit ein wenig Action und Humor ist auf jedem Fall drin! Viel potenzial wurde verschenkt, ein wenig mehr eigene Ideen hätten Royce geholfen.

Für den Genrefan auf jeden Fall ein Tipp, und für Belushi Fans sowieso ein Must See! Royce gibt es auf VHS und DVD und hat jeweils eine 16er Freigabe bekommen, und wird auch ab und zu im Free TV ausgestrahlt.

Ich gebe dem Film Royce 7 / 10 Punkten

Schreibe einen Kommentar