Rumble in the Bronx (1995)

Schon in den 80er Jahren versuchte Jackie Chan in Hollywood Fuß zu fassen, was ihm bereits in seiner Heimat gelang, war ihm in der großen Filmfabrik noch verwehrt. Doch mithilfe von Regisseur Stanley Tong gelang ihm Mitte der 90er der wahre Durchbruch um beim Massenpublikum zu punkten. 1995 drehte Chan mit Tong die Action – Komödie „Rumble in the Bronx“. Schon Jahre zuvor arbeiteten beide zusammen in „Police Story 3“ und beweisten dem Publikum das sie harmonieren und beide die gleiche Einstellung von einem guten unterhaltsamen Streifen hegen – viel Action, und Story Technisch auf das Wesentliche belassen. Aufgrund des hohen Erfolges in den USA, drehten beide nur ein Jahr später „First Strike – Jackie Chans Erstschlag“.

Storytechnisch bietet „Rumble in the Bronx“ das übliche Schema eines Chan Streifens, durch Zufälle, und sich an einem falschen Ort und zur falschen Zeit aufhalten Klischees sind hier wiedermal benutzt worden um einen Aufhänger für die rasante Story zu pflechten. Doch das Konzept ist bewährt und sorgte somit auch für den nötigen Durchbruch und Erfolg in Hollywood. Jedoch mit einer kleinen Veränderung, vergleicht man Chan seine Filme die in Hong Kong gedreht wurden, mit den amerikanischen Produktionen fällt einem recht schnell auf, das sie in den USA etwas zurück haltender sind. Die Actionsequenzen bzw. die Stuntszenen sind etwas seichter und weniger dramatisch, dafür wird der Humorfaktor deutlich gesteigert, ohne jedoch in den Slapstick abzudriften. Auch hier werden Einrichtungsgegenstände, Möbel und dergleichen für Kampfeinlagen mißbraucht und verwendet, immer mit einer Prise Humor gewürzt – der Chan Stil ist unverkennbar und bei den Zuschauern beliebt.

Wer schon diverse Chan Filme gesehen hat, wird die Outtakes am Ende des Films kennen und lieben, hier bekommt der Zuschauer diverse Pannen und Mißgeschicke die am Set vorgefallen sind, unverblümt präsentiert, auch diverse kleinere Unfälle sind oft Bestandteil dieser Zusammenschnitte. Somit lässt sich auch das abrupte Ende von „Rumble in the Bronx“ erklären, durch einen Unfall und einem Bruch des Fusses, musste Regisseur Tong das Finale etwas abändern, damit der Zeitplan des Films nicht beeinträchtigt wird, daher auch das kurze Finale. Die Möglichkeiten mit Gips zu drehen waren für Chan recht schwer zu bewältigen.

Wer noch kein Fan von Jackie Chan Filmen ist, kann „Rumble in the Bronx“ als sicheren Einstieg in seine Filme verstehen. Satte Action, rasches Erzähltempo und allerlei Stunts und Situationskomik – das Rezept eines Chan Streifens! Wer jedoch auf mehr Charakter und Storytiefe fixiert ist, wird hier etwas deplaziert vor der Mattscheibe sitzen. Solche Filme wollen den Zuschauer einfach nur unterhalten.

Rumble in the Bronx“ gibt es auf VHS und DVD, der Film besitzt eine Freigabe von 16 Jahren. Doch leider existiert in Deutschland nur die US Schnitt Version des Films, das bedeutet das ungefähr 15 Minuten des Films in Deutschland noch nicht erschienen sind.