Running Out – Countdown des Todes (1995)

Im Partom Hotel, welches kurz vor der Eröffnung steht, findet die Wahl zur Miss Galaxy 1995 statt. Die Moderation übernimmt die karatekundige Schauspielerin Sharon Bell (Shannon Tweed). Doch eine Horde von Terroristen tötet das Wachpersonal und nimmt die Kandidatinnen als Geiseln, nachdem ihr Anführer Brice (Andrew Dice Clay) die Gewinnerin der Wahl, Miss Frankreich, erschießt und das Publikum aus dem Hotel flieht. Die Terroristen riegeln das Gebäude gegen die ankommende Polizei ab und verlangen als Lösegeld 10 Millionen Dollar in Diamanten. Diese soll Senator Wilson, der Vater von “Miss USA” Candy Wilson (Polly Shannon), aufbringen. Shannon kann den Geiselnehmern entfliehen und nimmt den Kampf auf. Von außerhalb des Hotels unterstützt sie Crane (Robert Davi), Candys Bodyguard und ehemaliger Agent.

 

Eine Wahl zur Miss Galaxy in einem Hotel was kurz vor seiner Eröffnung steht. Die Moderatorin moderiert die einzelnen Finalistinnen an. Jede von ihnen im Badeanzug tritt an das Pult mit Mikrofon heran und verkündet was sie für die Welt tun werden, wenn sie die Wahl für sich entscheiden. Da taucht ein Mann mit auffällig künstlichen Oberlippenbart auf die Bühne. In der Hand einen Blumenstrauß, dahinter eine geladene Waffe versteckt. Da wirft er die Blumen weg und zieht die Waffe und erschießt eine Teilnehmerin, um den Besuchern und den Menschen draußen zu zeigen, das er es ernst meint. Seine Forderung sind 10 Millionen US-Dollar in Diamanten. Währenddessen riegeln seine Kameraden das Gebäude ab. Doch sie haben nicht mit dem ehemaligen Agenten Crane gerechnet. Doch da tritt eine andere Person in einem anderen Erscheinungsbild auf. Alle Geiseln tragen zudem ein Armband was als Bombe fungiert und jederzeit gezündet werden kann.

Miss Galaxy in Action

RUNNING OUT ist ein B-Action Kracher der es auch in den 80er Jahren hätte aufnehmen können. Regisseur Paul Lynch schuf einen temporeichen und flotten Actioner. 

Schon der Cast lässt bei vielen Zuschauern die Ohren klingeln. Robert Davi, dieses mal als humpelnder Ex-Agent, der sich seine Brötchen als Bodyguard verdient. Roddy Piper, der bekannte Wrestler und Schauspieler aus zahlreichen Filmen. Dieses Mal in der Rolle eines Bösewichtes, der nur den Spitznamen “Ice” trägt, was anscheinend seiner Mimik im Film völlig gerecht wird. Und als Hauptatrraktion ist Shannon Tweed zu sehen. Das Ex-Playmate und erfolgreiche Schauspielerin, in RUNNING OUT mimt sie die Moderatorin der Miss Wahl. Jedoch wurde ihr noch ein ganz anderer Part zugeteilt.

RUNNING OUT orientiert sich sehr stark, wie zahlreiche andere Filme an “Stirb Langsam”. So sind geplante Wendungen und Überraschungen für den erfahrenen Zuschauer sehr schnell vorhersehbar. Schon zu Beginn, bei der feindlichen Übernahme des Hotels bekommt man satte Action geboten. Zahlreiche Blutige Shoot-Outs sind deutlich zu erkennen. 

Playmate ala McClane

Doch der Film wirkt sehr professionell. Im Vergleich zu anderen Filmen, kommt hier kaum Langeweile auf. Erkennbare Pausen sind nur wenige im Plot eingefügt worden. Der Zuschauer bekommt am laufenden Band das geboten was er sich wünscht. Einen satten und temporeichen Actioner.

Robert Davi und Roddy Piper glänzen in ihren Rollen. Doch bewegen sie sich hauptsächlich als Nebendarsteller im Film. Der Hauptaugenmerk liegt bei Shannon Tweed. Sie nimmt es in angemessener McClane Manier mit den Bösewichtern auf. Das Abendkleid weicht einer engen, schwarzen Hose und einem weißen Oberteil. Sie nimmt es mit Martial Arts Einlagen mit den Widersachern auf.

Zwar wirken die Martial Arts Einlagen sehr behelfsmäßig, das liegt sicherlich am Können solcher Kampfkunst. Denn Tweed ist zwar ein Model und Schauspielerin, aber eine Kämpferin eher weniger.

Doch durch die flotte Inszenierung und Darbietung der Story, kann man getrost über ein paar Schwächen hinweg sehen. Dann bekommt man einen guten, soliden Actioner geboten, der es vor allem am Ende so richtig krachen lässt. Auch lässt die Logik etwas zu wünschen übrig. Wie kann Robert Davi, per Telefon der Tweed sagen wie das Armband was als Bombe funktioniert entschärft werden kann, wenn er noch nie gesehen hat!

In Deutschland ist RUNNING OUT auf VHS vom Label “Warner Home Video” mit einer FSK 18 Freigabe erschienen, die jedoch noch für gekürzt wurde. In zwei Szenen sind die Schnitte deutlich zu spüren. Wer in den ungeschnittenen Genuss kommen möchte, und noch dazu das richtige Widescreen Format sehen möchte, dem lege ich die amerikanische DVD von Columbia nahe.