Savior – Soldat der Hölle (1998)

Verbittert über den von Terroristen herbeigeführten Tod seiner Familie Quittiert Elitesoldat Joshua Rose den Dienst und schliesst sich als Söldner einer Serbenmiliz im Balkankrieg an. Die ehemalige Kriegsgefangene Maria kreuzt seinen Weg. Die junge Serbin ist vergewaltigt worden und hat jetzt ein Kind von einem Moslem, was eine Heimkehr zur Familie unmöglich macht. Besessen von dem Gedanken, Gutes zu tun, versucht Rose, ihr zu helfen. Prompt gerät er zwischen alle Fronten.

Savior ist ein Anti-Kriegsfilm der es wahrlich in sich hat, selten hat mich emotional ein Film so aufgewühlt. Savior vereint Kriegsgeschehen und Dramaelemente in einem. Produzent dieses harten Stoffes war kein geringener als Oliver Stone, er ist ja bekannt dafür dem Zuschauer alles ungeschoren zu präsentieren! Regie führte Predrag Antonijević, in den Hauptrollen sind Dennis Quaid und Nataša Ninković zu sehen, sie gewann für Ihre Rolle im Jahr 1998 als Beste Darstellerin einen Preis des russischen Sochi International Film Festivals.

Der Zuschauer bekommt hier in Savior schonungslos die Brutalität des Krieges zu sehen, wobei Dennis Quaid und Stellan Skarsgard in den Hauptrollen brillieren. Savior ist hart, die Szenen zeigen die Grausamkeiten des Krieges sehr detailliert. Savior beginnt fast wie ein harter Actionfilm, doch wandelt sich sehr schnell in ein Drama, was den Menschen zutiefst berührt und bewegt.

Ich habe selten einen Film wie Savior gesehen der dem Zuschauer so nahe geht. Die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt, wo Kinder abgeschossen werden, Frauen vergewaltigt werden und den schwangeren sinnlos in den Bauch getreten wird, dies alles zeigt Savior dem Zuschauer ohne Wenn und Aber! Schonungslos und realitätstreu, wie der Krieg halt so ist. Für die Zuschauer die den Jugoslawienkrieg bereits vergessen haben, wird Savior ihn wieder zurück in die Köpfe bringen. Savior ist ehrlich und hart, bleibt seinem Ziel treu und verfolgt kein kommerzielles Ziel.

Ein Film den man sich irgendwie nur ungern ein zweites mal ansehen möchte, aber nur wegen den Grausamkeiten des Krieges, das Potenzial von Savior sagt einen aber auch wieder: Nochmal anschauen! Die einzelnen Szenen und Erlebnisse der Darsteller und Ihre Rollen sind sehr intensiv und lassen den Zuschauer mitleiden, ohne Gnade und Rücksicht.

Savior gibt es auf VHS und DVD und hat eine FSK 16 Freigabe erhalten. Ich kann Savior nur wärmstens empfehlen, auch wenn er hart ist, ist man 99min. wunderbar gefesselt und zugleich fasziniert vom Machwerk des Films. Wer nachdem Savior noch trockende Augen hat, der hat kein Mitgefühl und kann sich nicht in die Rollen hineinversetzen!

 

Ich gebe dem Film 10 / 10 Punkten (hat noch mehr verdient)

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