Scott Glenn – Der Reporter mit den 200 Sit-Ups

Scott Glenn – Geboren am 26.01.1941 in Pittsburgh, Pennsylvania, USA

Der 1,83 Meter große Theodore Scott Glenn Hatte keine leichte Kindheit. Der Sohn von Elizabeth und Theodore Glenn war für 4 Jahre ans Bett gefesselt und man prognostizierte ihn eine lebenslange Gehbehinderung. Aber durch intensives Training schaffte er es, dieser Prognose entgegenzuwirken. In der Zeit las er viel und wollte Autor werden.  Er diente drei Jahre im United States Marine Corps. Später wurde er Reporter einer Zeitung. Er blieb dort für 5 Monate und schrieb dort meist Reportagen über Verbrechen. Als er merkte, dass er keine Dialoge schreiben konnte, beschloss er sich an Schauspielklassen zu beteiligen um dies zu erlernen. So begann er ein Studium der Schauspielerei im Jahre 1966. Er ging nach New York zur Schauspielschule von George Morisson und spielte viel Theater. 1970 hatte er sein Leinwanddebüt im Film „100 Dollar mehr, wenn’s ein Junge wird“.

Der Freund des japanischen Schauspielers Toshiro Mifune („Die sieben Samurai“) und Linkshänder ist ein großer Freund vom Kampfsport. So schaffte er es während der Dreharbeiten  zum Film „Urban Cowboy“ 2000 (!) Sit-Ups am Stück zu machen. Seine ersten Anstellungen bekam er 1965 im US-Fernsehen. Er zog nach Los Angeles und begann zu arbeiten. Schon damals mit Regiegrößen wie Jonathan Demme, Robert Altman oder Francis Ford Coppola. Im Jahr 1979 hatte er die Faxen dicke von Hollywood (oder wie er es bezeichnete: „Es waren die sieben schrecklichsten Jahre meines Lebens.“) und wandte sich dem Film ab. Für zwei Jahre arbeitete er als Jäger, in einer Bar und als Ranger in den Bergen.

1980 kam er glücklicherweise wieder zurück und spielte sich so langsam als wichtiger Nebendarsteller ein. So spielte er in den 80er in solch unterschiedlichen Filmen wie „Wildgänse II“, „Saigon“, „The Keep“, „Silverado“ oder „Der Stoff aus dem die Helden sind“. Zu diesen Film musste er lernen, die rechte Hand zu benutzen, da sein Charakter Rechtshänder ist.  In den 90ern kam seine große Zeit. Filme wie „Jagd auf roter Oktober“, „Backdraft“ und vor allem seine Rolle als Jack Crawford in Jonathan Demmes „Das Schweigen der Lämmer“ machten ihn bekannt.  Er ist sich auch nicht zu schade gewesen in „Direct-to-Video“-Produktionen mitzuspielen wie z. Bsp. in „Extreme Justice“ oder den verkannten „Night of the running Man“.

Er ist seit 1968 mit Carol Schwartz (einer Keramikerin)  verheiratet und konvertierte zum Judentum ihr zu Liebe. Er hat zwei Kinder.

Früher habe ich ihn immer verwechselt mit David Carradine, aber heute nicht mehr. Glenn wirkt in seinen Filmen immer sehr überlegt und erhaben. Nicht erscheint bei ihm dem Zufall überlassen. Er hat eine ruhigende Leinwandpräsenz, die leider viel zu wenig gewürdigt wird.