Screamers – Tödliche Schreie (1995)

Screamers – Tödliche Schreie ist ein SciFi Action Abenteuer der Mitte der 90er unter der Regie von Christian Duguay entstand. Basierend auf einer Kurzgeschichte “Second Variety“ von Phillip K. Dick. Das Drehbuch zum Film verfasste Dan O´Bannon, der uns auch schon mit Alien und Blade Runner versorgte. Was man alles aus einer Kurzgeschichte entwickeln kann ist Angesichts Screamers beeindruckend. Duguay konnte vor Drehbeginn von Screamers schon Erfahrung im SciFi Genre sammeln, durch die Filme „Scanners 2 + 3“ beide aus dem Jahr 1991. Nur ein Jahr später drehte er den unterhaltsamen SciFi Thriller „Hydrotoxin – Die Bombe tickt in Dir“.

Das ein 20jähriger Krieg auf dem Planeten herrscht, nimmt man vor allem den imposanten Settings ab. Sehr aufwendig und authentisch, durch gut gewählte Kameraeinstellungen und den Einsatz von Licht und Schatten wird eine beängstigende Atmosphäre geschaffen. Selbst eine alte Fabrikhalle erwacht so zum neuen Leben und wirkt bedrohlicher als sie in der Realität wahrscheinlich ist. Das dieses SciFi Abenteuer nur ein geringes Budget zur Verfügung stand sieht man auf dem ersten Blick eher weniger bis gar nicht. Vor allem die Screamers Werkstatt wirkt sehr angsteinflössend und trägt zum Spannungsaufbau ungemein bei. Lediglich bei ein paar Einstellungen und Aussenaufnahmen kamen einfache aber wirksame Matte Paintings Effekte zum Einsatz. Auch was die Inszenierung der Screamers angeht wurde hier oft auf handmade Effekte gesetzt, sei es durch hydraulik gesteuerte Puppen oder auch die angestaubte Stop Motion Technik. Dazu ein paar günstige CGI Effekte und die Sache kommt ins Rollen.

Hörst Du die Screamers?

Die Geschichte verläuft gradlinig auf ihr Finale hinaus. Abwechslung bekommt man durch Gefechte und Begegnungen mit den Screamers geboten. Dazu noch einen kleinen Twist mit das sich die Screamers, die eine Erfindung der Menschen sind, selbstständig weiterentwickeln bis hin zu realitisch wirkenden Menschen. So bekommt man noch den Nebeneffekt geliefert, welcher der Charaktere ist ein Screamer und wer ist ein Mensch. Dazu noch ein kleines dramtisches Unterfangen zwei Menschen, die sich trotz der fast aussichtslosen Situation näher kommen.

In den Hauptrollen von Screamers sind zwei sehr bekannte Gesichter wiederzufinden. Allen voran Peter Weller als Joe Hendricksson. Der ehemalige Robocop Darsteller agiert hier auf hoher Ebene und man bekommt den Eindruck vermittelt, das die Rolle extra für Ihn geschrieben wurde. An seiner Seite kämpft Jennifer Rubin. Auch sie ist keine unbekannte und konnte uns schon in „Nightmare 3“, „Das Biest“ und „Blutige Ernte“ von ihren Vorzügen überzeugen.

Screamers ist ein fast vergessener und untergegangener SciFi Action Abenteuer, was viel zu wenig Beachtung fand. In Deutschland lief der Film 1996 sogar in den Kinos an, was ihm aber aufgrund geringer Einspielergebnisse nicht sonderlich half. Bei einem Budget von knapp 20 Millionen US-Dollar, spielte er lediglich etwas über 5 Millionen wieder ein. Doch Screamers hat eine Fangemeinde hinter sich, die den Film lieben und ehren. Das scheute auch nicht gewiefte Produzenten davor ab im Jahr 2009 eine Fortsetzung zu drehen. Eine sogenannte „Direct to Video“ Produktion entstand, die Fortsetzung setzt 13 Jahre nach den Geschehnissen von 1995 an und rollt viele Gesichtspunkte erneut auf um lückenlos anknüpfen zu können. Was ihm auch gelingt, noch dazu mit einer etwas härteren Brutalität und Inszenierung.

Screamers gibt es auf VHS und DVD, und sind allesamt ungeschnitten mit einer Freigabe von 16 versehen. Die Erstauflage auf DVD ist OOP (Out of Print) und bei Sammlern beliebt, jedoch bekommt man eine Neuauflage bereits für wenig Geld.

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