Silkwood (1983)

Karen Silkwood (Meryl Streep) ist eine einfache Arbeiterin in einem Atomkraftwerk in Oklahoma. Sie lebt mit ihrem Freund Drew (Kurt Russell) zusammen und hat keine besondere Bildung. Als im AKW bei einer Kontrolle einige Arbeiter radioaktiv verseucht sind, geht sie der Sache nach, da sie annimmt, daß die Sicherheitsbestimmungen zu lax gehandhabt werden. Sie wendet sich an die Presse, doch eines Tages ist auch ihr Befund positiv. Sie vermutet einen Racheakt und arbeitet weiter.

Wer mehr auf Dramatik mit wahren Hintergrund steht, sollte an Silkwood nicht vorbeigehen. Viele Filme aus Hollywood wurden angepriesen mit das sie auf wahren Begebenheiten existieren, bei einigen war es nur ein Promotionzweck. Nicht aber bei Silkwood, diese Geschichte trag sich wirklich in den 70er Jahren zu. Dies wurde belegt anhand Zeugenaussagen und Schriftstücken und Zeitungsmeldungen. Wenn man bedenkt das Silkwood aus den 80er Jahren ist, kann man die Story auch wunderbar in die heutige Zeit hineinversetzen, überall auf der Welt ist Atomare Energie ein Gesprächsthema, Silkwood war seiner Zeit um Längen voraus. In Silkwood wird sehr viel geredet und Dialoge geführt, wer kein Sitzfleisch besitzt oder sowas abschreckt, sollte sich einen anderen Film aussuchen, denn der Film weist eine Spielzeit von guten 130min. aus. Jedoch wird man bestens belohnt, die Starbesetzung kann viel Punkten, wie zum Beispiel Meryl Streep, die man aus “Der Tod steht Ihr gut” und “Kramer gegen Kramer” kennt, und nicht zu vergessen Kurt Russell ein Kultstar aus den 80er Jahren, selbst eine Nebenrolle wurde prominent besetzt, man kann sich hier an Cher in jungen Jahren erfreuen, auch Cher kann einige Filmrollen in ihrer Karriere aufweisen!

“Ach, das ist meine Zweitperücke.”

Alle Darsteller erdrücken nicht die Story, sondern verstärken sie nur ungemein, man kann sich gut in deren Lage zu der Zeit hineinversetzen, und sie regen einem zum nachdenken an, da trägt auchdas offene Ende seinen Teil zu bei, dabei gibt es bis heute noch Rätsel, was wirklich mit der damaligen Kate passierte? War es wirklich ein Unfall? Fragen über Fragen, in einem perfekt inszenierten Drama. Die Story ist flüssig ohne Hänger, auch erfährt man viel über die Rollen und deren Leben und Vergangenheit, dies verstärkt das Mitgefühl sehr. Man sollte dieses Thema von Silkwood mal in verschiedenen Ansichtsseiten begutachten, das Thema ist immer noch aktuell. Silkwood gibt es auf VHS und DVD und wird auch gelegntlich im Free TV gesendet, nicht verpassen, einschalten lohnt sich allemal! Viele Dramen mit wahren Hintergrund können sich hier mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Silkwood ist ehrlich, mitreissend, mitfühlend und regt zum Denken an.

Ich gebe dem Film 10 / 10 Punkten (hat mehr verdient)

@ Stefan Retro