Sirene I (1990)

Als das supermoderne Unterseeboot “Sirene 1” in einem Unterwassergraben verschwindet, entsendet man das noch im Experimentalstadium befindliche Schwesterschiff “Sirene 2” für eine Suchaktion. Mit an Bord ist Wick Hayes (Jack Scalia), der die “Sirene” entwickelt hat, aber aus dem Projekt ausstieg, als die Navy es zu Militärzwecken umbauen lassen wollte. Die Suche erweist sich als äußerst gefährlich, denn als man in großer Tiefsee einen Algenwald entdeckt, weiß man, daß hier etwas komplett aus den Fugen geraten ist. Die “Sirene 2” wird von einem Molluskenwesen angegriffen und schließlich gerät man in eine gewaltige Unterwasserhöhle, die von mutagenen Monstren bevölkert wird. Gleichzeitig breiten sich Monsteralgen auf dem Boot unaufhaltsam aus. Welches Experiment ist hier außer Kontrolle geraten?

Es hab Zeiten da kamen auch sehr viele Unterwasserfilme in die Kinos oder auf den Videomarkt, man kennt Namen wie Leviathan, Abyss und Octaslus, aber Sirene I kennt kaum jemand, dies liegt vieleicht daran das Sirene I dirket auf Video veröffentlicht wurde und so in der breiten Masse untergegangen ist und sein dasein fristet, aber zu unrecht.

Das Thema Unterwasser gemischt mit Horror, ist eine sehr interessante Mischung, da vor allem bis heute die Ozeane immer noch nicht ganz erforscht sind, man weiss also nicht was es da unten so alles gibt! Dies löst bei manchen einen höheren Gruselfaktor bestimmt aus, so wie auch in Sirene I. Doch beim Film gibt es noch einen kleinen Zusatz, in Sirene I wurde noch eine Verschwörung in die Story mit eingebaut. Man könne denken das Sirene I, der erste Teil ist, aber weit gefehlt, der Titel bezieht sich auf ein Unterseeboot was verschollen ist, namens Sirene I und die Sirene II macht sich auf die Suche nach ihr, dies klingt sehr langweilig und schon tausendmal gesehen und erlebt, aber Sirene I ist anders.

Wenn man sich die erste hälfte so anschaut, bekommt man eher das Gefühl von einem B-Movie, wenn nicht sogar C-Movie, die Dialoge wirken wie runtergelesen von Tafeln und die Darsteller zeigen Langeweile und Trostlosigkeit, aber dies ist nur zu Anfang der Fall. Sirene I ist eine Gemeinschaftsproduktion von Spanien und USA, und Regisseur Juan Piquer Simón kennen wir schon aus Genreproduktionen wie Slugs oder Reise zur Insel des Grauens. Von den anderen Darstellern dagegen kennt man nur Jack Scalia, der früher in der TV Serie “Dallas” mitgespielt hat, aber danach auch in vielen, eher kleineren Filmen. Und er ist bis heute als Schauspieler aktiv.

Sirene I besaß ein kleineres Budget, macht seine Sache aber dafür sehr gut. Die Settings und Effekte sind ausgesprochen gut, und selbst an Splattereffekten wird nicht gespart. Vor allem kommt es einem so vor das die FSK bei Sirene I gepennt hat, denn viele Effekte sind gut zu erkennen und haben eine starke Härte, und das mit einer Freigabe von FSK 16, nicht schlecht. Sirene I wurde auch des öfteren im Free TV gesendet, und vor allem eine 2 Minuten längere Fassung als die VHS es ist, und nun kommt noch hinzu das es Sirene I nur auf VHS gibt, es gibt keine DVD Veröffentlichung, auch im Ausland ist keine vorhanden, was ich persönlich sehr schade finde, denn Sirene I hat es verdient digitalisiert zu werden um so auch noch mehr Menschen auf den Film aufmerksam zu machen!

Auch die Major Labels wie eben RCA-Columiba, heute unter der Sony Herrschaft, haben viele ihrer ehemaligen Filme aus dem Programm genommen, da ist Sirene I nur ein Beispiel von vielen. Fazit: ein weiterer, sehr spannender Unterwasserfilm um Verschwörungen und Gen-Monster, der heute leider verschollen ist. Die VHS ist bei Sammlern sehr begehrt und wird meist mit um die 20,00€ gehandelt, aufgrund dessen das es halt keine DVD Veröffentlichung von Sirene I gibt!

Für Fans von Horrorfilmen mit Gen-Experimenten ist Sirene I ein Tip am Rande. Wer jedoch auf Blockbuster aus diesem Genre mehr abgewinnen kann, der wird mit Sirene I sehr enttäuscht sein. Man muss einen Film trotz vieler Schwachpunkte geniessen können und mehr als nur ein Auge zudrücken, ansonsten kommt Langeweile auf. Sirene I bietet solide Unterhaltung auf durchschnittlichem Niveau, mit hübschen Effekten ala Splatter. Der Rest vom Film ist zwar sehr minimalistisch aber dies störte mich persönlich nicht im geringsten.

Ich gebe Sirene I 9 / 10 Punkten