Skandal – Filme der Kinogeschichte Teil 3

Und hier folgt der dritte Teil unserer Mehrteiligen Special Reihe “Skandal – Filme der Kinogeschichte”. Hier stellen wir Euch wieder 5 Filme vor, die in Deutschland eine Welle auslösten und teilweise noch heute umstritten sind. Diesmal sind es Filme aus den 70er Jahren. Die 70er Jahre waren geprägt von Sex und Gewalt. Die Filmwelt offenbarte sich der sexuellen Revolution in Deutschland und brachte dem Zuschauer für damalige Verhältnisse Aussergewöhnliche Dinge näher. Wir wünschen Euch viel Spaß.

Ein ehemaliger SS-Offizier (Dirk Bogarde) ist im Wien der 60’er Jahre als Nachtportier in einem Hotel untergetaucht. Plötzlich wird er mit einem unerwarteten Hotelgast konfrontiert, einer verheirateten Jüdin (Charlotte Rampling), die er als 14-jährige in einem KZ im Rahmen von Sado-Maso-Spielen zu seiner Geliebten machte. Die Affäre beginnt nun von neuem, doch seine SS-Kameraden wollen den Tod der Frau, da sie als Zeugin aussagen könnte.

[stextbox id=”info”]Skandalöse Tour de force für Charlotte Rampling: Als KZ-Überlebende geht sie in “Der Nachtportier” (1974) eine SM-Liaison mit ihrem Peiniger ein [/stextbox]

Um seine hübsche Frau Shizuko für seine perversen Spielchen gewinnen zu können, heuert der skrupellose Mr. Toyama den debilen Makoto an, betäubt die Schöne und überlässt sie dem jungen Mann, damit er Shizuko für ihn gefügig macht.

[stextbox id=”info”]Das japanische Sadomaso-Drama “Flower & Snake” (1974) nach einem Roman von Oniroku Dan zelebriert die totale Unterwerfung als sexuelle Befreiung.[/stextbox]

Als das Grab von Sallys Großvater geschändet wird, beschließt sie, zusammen mit ihrem Freund Jerry, ihrem im Rollstuhl sitzenden Bruder Franklin und zwei weiteren Freunden nach Texas zu fahren. Nach der Begutachtung des Grabes machen sie die Bekanntschaft eines ziemlich komischen Anhalters. Nachdem dieser Franklin am Arm verletzt, schmeißen sie ihn kurzerhand wieder raus und setzen ihre Fahrt zum verlassenen Haus des Großvaters fort, in dessen Nähe es auch einen See geben soll. Den See finden sie zwar nicht, dafür aber ein unheimliches Haus – und in diesem wohnt das leibhaftige Grauen.

[stextbox id=”info”]Gestatten, Leatherface. Mit “Blutgericht in Texas” (1974) erschuf Regisseur Tobe Hooper nicht nur eine Horror-Ikone, sondern ein unbequemes Meisterwerk des Terror-Kinos.[/stextbox]

Vier Faschisten ziehen sich mit ihren Gefangenen auf ein Schloß zurück und erniedrigen je acht Jungen und Mädchen durch immer neue perverse Einfälle: Kot essen, nackt an der Hundeleine auf allen vieren kriechend, kläffend und nach Futter schnappend, Schlucken von mit Nägeln gespicktem Pudding und diverse andere Scheußlichkeiten.

[stextbox id=”info”]Erniedrigungen jenseits der Schmerzgrenze in “Saló – Die 120 Tage von Sodom” (1975): Pier Paolo Pasolinis Albtraumstudie über die Bestie Mensch.[/stextbox]

Die junge O, eine schöne und leidenschaftliche Frau, liebt Rene und folgt ihm eines Tages in das Schloß von Roissy. Rene und sein älterer Freund “erziehen” O, die sich freiwillig unterwirft, dort auf besondere Weise: Absoluter Sinnengenuß durch absoluten Gehorsam, höchste Lust durch unerträglichen Schmerz und bedingungslose Unterordnung. Gleichzeitig lernt sie nicht nur, Rene und seinem Freund jederzeit zur Verfügung zu stehen, sondern auch anderen Männern – sogar für körperliche Züchtigungen und Schläge. Wie auch alle anderen Mädchen im Schloß muß sie sich in
immer raffiniertere Gewänder kleiden, um den anwesenden Herren mit Hingabe jederzeit sämtliche Wünsche zu erfüllen.

[stextbox id=”info”]In der Romanverfilmung “Die Geschichte der O” (1975) präsentiert “Emmanuelle”-Regisseur Just Jaeckin SM-Fesselorgien als Hochglanzunterhaltung.[/stextbox]

Fast alle diese Filme wurden damals im Kino gekürzt dem Zuschauer präsentiert und lösten dennoch eine Welle der Empörung aus. Erst viele Jahre später wurden diese Filme für den heimischen Filmmarkt ungekürzt veröffentlicht! Was wäre wohl erst gewesen wenn diese bereits im Kino schon ungekürzt angelaufen wären?

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