Slayer (1991)

Es gibt unzählige Regisseure, die ein unbekanntes Dasein tristen, das kann an den unterschiedlichsten Dingen liegen. Zumeist ist es aufgrund ihrer Qualitäten als Regisseur, oft sind es Eintagsfliegen, die mal Regieluft schnuppern wollten. Der Regisseur Michael Spence gehört zu der Kategorie – Guter Film, aber wohl schnell das Interesse verloren oder keine weiteren Angebote bekommen. Mit dem Survival Streifen „Slayer – Sie müssen töten, um zu überleben“ aus dem Jahr 1991 ist Spence ein sehr guter, atmosphärischer Streifen gelungen.

Eine kleine Gruppe von Bergwanderen findet im tiefen Wald ein geheimes Versteck, was gewiefte Gauner mit Waffen vollgestopft haben, um sie meist bringend zu verkaufen. Das die Gauner keine Zeugen brauchen, damit sie ungestört ihren Geschäften nachgehen können, ist selbsterklärend. Zuerst Bedenken das es sich bei den Zeugen um Kinder handelt, nehmen sie nach Aufforderung ihres Anführers die Suche und den Kampf gegen die Kinder auf. Doch sie haben nicht mit dem Überlebensinstinkt der Kinder gerechnet.

Für den Cast von „Slayer“ wurden ein paar namenhafte Schauspieler engagiert, allen voran Corey Feldmann, den die meisten eher aus Teeny Komödien mit seinem damaligen Filmpartner Corey Haim kennen dürften. Doch Feldmann hatte auch ein paar Rollen in anderen Genres als nur Teeny Komödien. Sei es „Freitag der 13.te – Teil V“ von 1985, „Gremlins – Kleine Monster“ von 1984 oder auch „The Lost Boys“ von 1987 um nur ein paar seiner langen Filmlaufbahn aufzuzählen. Dazu gesellen sich noch einige Auftritte in den verschiedensten TV Serien, zumeist nur in ein paar Episoden der Serie. Als sein Widersacher bei den Gaunern, erkennt man recht schnell ein markantes Gesicht, und die Verwechslungen sind perfekt, die Rede ist von Don Swayze, der jüngere Bruder vom leider schon verstorbenen Patrick Swayze. Er hatte auch ein paar Rollen zu verbuchen, und kann in „Slayer“ sein vorhandenes Schauspieltalent zum besten geben. Swayze spielte unter anderem auch in „Digital Man“ von 1995, „Ruf nach Vergeltung“ von 1989 an der Seite seines Bruders und „Driving Force“ aus dem selbigen Jahr!

Slayer“ bietet gut inszenierte Action gepaart mit atemberaubenden Szenen in den Tiefen der amerikanischen Wäldern. Der Film dreht konstant die Spannungsschraube an, und hält den Zuschauer bei Laune, die Idee von rebellischen Kindern ist zwar nicht sonderlich neu, aber die Umsetzung und Besetzung der Rollen ist dem Regisseur und den Produzenten durchaus sehr gut gelungen. „Slayer“ ist teils ein recht brutaler Streifen, der Überlebenskampf der Kids ist sehr einfallsreich und abenteuerlich. Es zeigt das der Überlebenswille stärker als Killerinstinkt ist!

Slayer“ war in den 90er Jahren ein Videothekenhit und durchaus sehr gefragt bei dem Publikum. Lange Zeit war er auch nur auf VHS vom Label „Highlight“ erhältlich. Doch mittlerweile hat das Label „KNM“ ihn digital überarbeitet auf DVD gebannt. Netter Zusatz ist das Wendecover, was dem Cover der damaligen VHS Cover entspricht – noch mehr Retro geht kaum noch!