Snapdragon – Mörderische Tätowierung (1993)

In L.A. geschieht eine Serie bizarrer Morde, bei der drei Männer nackt und mit durchgeschnittener Kehle in ihren Betten aufgefunden werden. Die ehrgeizige Polizistin Peckham macht sich gemeinsam mit dem Polizeipsychologen Hookstratten auf die Suche nach dem Täter und stößt auf eine geistig verwirrte Patientin von Hookstratten, deren quälende Alpträume überraschende Ähnlichkeiten mit den Verbrechen aufweisen. Der Psychater verliebt sich in das Mädchen und gerät in höchste Gefahr.


Da erblickt man das Poster zu einem Thriller mit dem Titel SNAPDRAGON aus den 90er und wird gleich hellhörig. Da räkelt sich doch glatt Erotik – Ikone Pamela Denise Anderson leicht bekleidet, mit rotem Schmollmund in Pose und präsentiert ein kleines Tattoo. Dahinter ein Pärchen was auf den ersten Blick wie ein Ermittler-Duo ausschaut. Volltreffer! Doch bei Sichtung des Films wird man sehr enttäuscht sein. Dies hat mehrere Gründe. Aber erstmal ein paar Worte zum Regisseurs dieses Werkes.

Worth Keeter drehte 1993 den Thriller SNAPDRAGON – Mörderische Tätowierung. In seiner Filmographie tauchen weitere Filme zu B- bis hin zum C-Movie auf,
Dirty War (1989), Black Eagle (1987) und Bloodline – Zum killen dressiert (1982) um nur ein paar beim Namen zu nennen. Ebenso ein paar Aufträge für ein paar Episoden diverser TV-Serien. Doch vor allem sticht ein Titel bzw. eine Reihe besonders ins Auge: Power Rangers – noch Fragen?

SNAPDRAGON ist ein Mix aus Erotik, Thriller und einem Hauch Drama, Regisseur Keeter schuf einen recht ansehnlichen Mix aus den verschiedenen Genres. Durch die gekonnte Arbeit der Kameramänner konnten so auch stimmige Bilder auf Zellulloid gebannt werden. Drehbuchautor Gene Church bediente sich an vielen Thematiken die noch heute aktuell sind, sei es Kindesmißbrauch, Entführungen und sexuelle Obsessionen.

Als Handlungsort wurde die Story in das berühmte China-Town von Los Angeles verlegt, was dem Thrill-Touch zugute kommt. Denn dieser berühmte Stadtteil der Metropole birgt noch immer viele Geheimnisse und Legenden um sich.

Doch die oben genannten Zutaten reichen bei weitem nicht aus, wenn die Hauptakteurin schlecht schauspielern kann. Die Rede ist von Pamela Anderson. Gut, als junger Teenager bestaunte man ihre Slowmotion Auftritte in der TV-Serie BAYWATCH sehr ausgiebig, doch optische Reize sind nicht alles. Ihr Charakter wirkt sehr flach in SNAPDRAGON und viele offene Fragen die sich der Zuschauer beim schauen stellt, bleiben schlichtweg unbeantwortet.

Hinzu kommt noch das die Story des Films manchmal etwas verworren daher kommt und den Zuschauer in die falsche Richtung lenkt. Vieles wirkt Absurd und Unglaubwürdig.

Exotisch, mit einem Hauch Erotik, wenig Action so kann man SNAPDRAGON kurz beschreiben. Für Thriller Fans und Anhängern von Pamela Anderson sicherlich eine Sichtung wert. Wer jedoch auf einem etwas höheren Niveau im Thriller – Genre wert legt, wird sich hier recht schnell langweilen.