Sneakers – Die Lautlosen (1992)

Inhalt:

Eine Gruppe von Experten, die SNEAKERS, planen und führen Einbrüche aus um die Sicherheitsvorkehrungen von Banken zu überprüfen.  Der Anführer der Gruppe (Robert Redford) bekommt eines Tages einen Auftrag eine Dechiffriermaschine zu stehlen. Er nimmt an. Aber damit beginnen die Probleme der Gruppe zu den Dan Aykroyd, David Strathairn, River Phoenix und Sidney Poitier gehören.

Filmisches Feedback:

Perfekter “Internet”-Thriller noch vor der großen Internetzeit

Der Film hat zwei Vorteile: höchst talentierte Stars und ein perfektes Drehbuch.
Diese Kombination bietet, zusammen mit der dramaturgisch sehr guten Regie, ein Weltklassezusammenspiel der Filmelemente. Die Figuren sind allesamt (selbst der “Böse”) Symphatieträger, weil die Schauspieler allesamt einen wunderbaren Sinn für Humor haben. Sei es Dan Aykroyd, David Strathairn und vor allen Redford haben einen wunderbaren Sinn für Ironie (wenn man genau hinsieht und hört erkennt man eine wunderbare Selbstironie bei Poitier und Phoenix, die hier irgendwie ihren Film “Nikita” ironisch verarbeiten).

Phil Alden Robinsons Regie ist ein sehr gutes Beispiel für einen Hochglanzthriller, der den inneren Sinn des Films nicht vergisst. Der Film ist eine Warnung an unser Zeitalter des “medialen Zirkus'”, in dem man nur ein paar Knöpfe drücken muss, um der Welt ein Ende zu setzen. Dass dabei die menschlichen Ideale auf der Strecke bleiben ist logisch und konsequent. Aber Hoffnung gibt es immer. Ein Film, der weit vor dem heute globalen Multifunktionalismus gedreht wurde, nimmt viel vorweg: die Allgegenwärtigkeit des Internets, die Möglichkeit der medialen Manipulation, die Kapitalisierung der digitalen Welt, die Einfachheit der Zerstörung mittels ein paar Tasten auf dem Rechner.

Der Film ist gleichzeitig ein Abgesang der Alt-68er-Generation und ihre Pervertierung im digitalen Zeitalter. Der film preist auch dessen Ideale indem er davon warnt, was passieren kann. Wunderbar versinnbildlicht durch Ben Kingsley (der Mann kann auch eine Flasche Korn spielen und ich nehme es ihn ab). Ein Film, den man gesehen haben muss. Auch  25 Jahre nach seinen Entstehen.
Und man bedenke auch die wunderbare Filmmusik von James Horner. Fast jazzartig kommt er daher. Mit dem wunderbaren Branford Marsalis gelang eine sehr schöne Kombilation.