Solo für Klarinette (1998)

Deutsche Filme hatten es damals auch schon sehr schwer, sich zu behaupten, und viele Produktionen sind völlig in der Masse der Filme untergegangen und tristen ein Dasein irgendwo im nirgendwo. So auch der Film Solo für Klarinette, man kann den Film in einigen Genres einordnen, Erotik, Drama, Thriller, Romantik. Regie führte Nico Hofmann, der auch zuvor für zahlreiche andere Drehbücher hinter der Kamera Platz nahm, unter anderem auch für Tatort und Balko.

Für die Hauptrollen in Solo für Klarinette wurden zwei sehr bekannte deutsche Schauspieler engagiert, die Rede ist von Götz George und Corinna Harfouch, beide waren schon zuvor in zahlreichen Fernsehfilmen und Serien vorzufinden und bewiesen ihr schauspielerisches Talent.

Solo für Klarinette ist ein sehr düsteres und dunkles Drama aus dem Jahre 1998, das Leben der Rollen wird auf die Umgebung projiziert, alles ist trist und grau, farblos gehen die Menschen ihrem Leben und Job nach, und suchen und sehnen sich nach Liebe und Geborgenheit. Man könnte fast denken das Solo für Klarinette ein deutsches Remake zum Film „Seven“ von David Fincher darstellt, aber dies täuscht jedoch, denn in diesem Film liegt nicht der Schwerpunkt der Story auf Thriller Elemente. Das Tempo der Story in Solo für Klarinette ist ruhig und langsam, es wird sich genügend Zeit genommen, das der Zuschauer die einzelnen Charaktere des Films kennen lernen kann, auch wenn man zu Anfang im Prinzip vor vollendete Tatsachen gestellt wird, aber die Szenen das man gleich beim Tatort anfängt, kennt man bereits aus unzähligen anderen Produktionen und ist ein typisches Klischee des deutschen Krimis / Thriller!

Solo für Klarinette weckt die Neugier des Zuschauers und fesselt ihn auf seine Art und Weise an den Sessel, man möchte schliesslich erfahren wer denn nun der Mörder / in ist?! Der Film ist zwar sehr dialoglastig und arm von Action aber trotzdem ein sehr interessanter Film mit einer brisanten Thematik, viele Themen werden im Verlauf der Story angesprochen und thematisiert, sei es Gewalt, Prostitution, Triebhaftigkeit, Einsamkeit und Isolation.

Solo für Klarinette ist sehr unbekannt und lief nur wenig im TV Programm, und das Label „Universum Film“ brachte ihn nun erneut auf DVD heraus und kann damit gut überzeugen. Ein scharfes Bild, keine Verwischungen, und der Ton ist sauber und klar, alles ist einwandfrei zu verstehen.

Auch bietet die DVD ein wenig Bonusmaterial wie Interview mit Cast und Crew, Trailer und Hinter den Kulissen. Solo für Klarinette sorgte damals im Kino und später in diversen TV – Shows für einen kleinen Skandal für manche rüden Sex-Szenen zwischen George und Harfouch. Vielleicht diente dies auch für Promotionzwecke?