Inhalt:

Weil aus einem AKW Atommüll austritt mutiert aus irgendwelchen organischen Stoffen ein Plüschi-Plüschimonster mit Avancen zum Ekel heran und meuchelt ein paar Hunde und ein altes Rentnerehepaar kaputt. Ein Lehrer findet das irgendwie komisch und stellt Nachforschungen an. Und schwuppsi wird das Monster gejagt.

Filmisches Feedback:

„Nukular, das Wort ist Nukular“                  

Folgender Dialog spielte sich in den 70ern irgendwo in einer Ecke einer billigen Bahnhofskneipe in Amerika zwischen zwei arbeitslosen Philosophiestudenten mit Ökoambitionen ab.
Typ 1: „Film drehen?
Typ 2: „Ja, aber kein Geld.“
Typ 1: „Egal, hab auch nichts.“
Typ 2: „Sehr gut. Lass anfangen. Um was geht’s?“
Typ 1: „Keine Ahnung. Aber ich mag keine Atomkraft.“
Typ 2:“Ich auch nicht. Aber ich hab Schildkröten.“
Typ 1:“Wie schön. Noch ein bisschen Jim Bean?“
Typ 2:“Gib her die Pulle.“

Und so wurde geboren ein Machwerk, bei dem selbst hartgesottene Trashfans sich fragen warum und überhaupt.

Ein Monster, an Lächerlichkeit kaum zu überbieten, kein schauspielerisches Talent und dazu eine Regie, die jeder Insasse einer Psychiatrie besser hinbekommt lassen diesen „Film“ zu einer grotesken Ansammlung an Stumpfsinnigkeit verkommen. Mehr muss man dazu nicht sagen. Der in 12 Tagen abgedrehte Film ist an Low Budget fast nicht zu unterbieten. Die Crew arbeitet durchschnittlich fast 15 Stunden am Tag. Aber das sieht man dem Endergebnis nicht. An. Zumindestens was die Form angeht. Das wirkt doch eher wie 15 Minuten. Aber genau deshalb macht dieser Film so unendlich viel Spaß. Ernsthaft!

Absoluter trashiger Höhepunkt ist übrigens ein Rennen mit oben erwähnten Schildkröten und geschätzten 5 Millionen Mal das Mikro im Bild. Also: Absolut empfehlenswert! Regisseur Stephen Traxler wollte sogar einen zweiten Teil drehen. Hier sollte das Monster dann L.A. terrorisieren. Aber bis heute warten wir darauf. Lasst uns eine Crowdfunding Kampagne starten. Bitte! Dies war übrigens Traxlers Regiedebüt. Es folgte noch ein zweiter TV-Film 21 Jahre später. In der Zwischenzeit war er als Produktionsmanager und Produzent tätig u.a. bei WINDTALKERS (2002).

Den Schauspielern war der Erfolg auch nicht gegönnt. Hauptdarsteller  Alan Blanchard drehte nur zwei Filme. Dieser war sein zweiter. Hauptdarstellerin Judy Mutolksy schaffte es sogar auf vier Filme.

Der einzige aus der Crew der Karriere in der Film- und Fernsehbranche gemacht hat ist Komponist Steven Zuckerman und Kameramann Robert Caramico. Zuckerman komponierte für 100 Episoden der TV-Zeichentrickserie DUCKTALES die Musik und Caramico fotografierte 123 Folgen der TV-Serie DALLAS.

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