Der Altertumsexperte Professor Whitmore (Roland Wybenga) wird mit einem sehr kurzfristigen Auftrag von Dallas nach Budapest geschickt, um zu überprüfen, was Professor Roth alles über jahrtausendealte Steintafeln ans Licht gefördert hat. Roth ist unzuverlässig geworden, doch Whitmore trifft die Situation unvorbereitet: Roth ist paranoid und angsterfüllt, steckt Whitmore seine Aufzeichnungen geheim zu. Kurz darauf findet man ihn erhängt auf. Im Haus und im Hotel scheinen die Leute Whitmore zu beobachten und ein ihn warnendes Zimmermädchen wird in der Nacht brutal ermordet. Irritiert von all den Warnungen, stolpert Whitmore durch die fast menschenleere Großstadt und sucht nach Hinweisen, die das Rätsel aufklären können, doch er verstrickt sich immer tiefer in die Mysterien eines seltsamen Spinnenkults…

 

Mit SPIDER LABYRINTH – IN DEN FÄNGEN DER TODESTARANTEL schuf Regisseur Gianfranco Giagni einen beeindruckenden und durchaus sehr atmosphärischen Film im Horror Genre. Vor allem ist es nicht zu verachten, das es sein erster filmischer Beitrag war. Somit begann seine Karriere als Regisseur im Jahr 1988 und endete jedoch recht früh mit „Dante Ferretti: Scenografo italiano“ – einer Dokumentation von 2010.

Mystisch und Okkult

Schaut man sich das Poster zum Film sowie den verheißungsvollen Titel könnte man meinen, das es sich um einen Spinnenableger handeln könnte. Zwar kommen die acht-beinigen Tiere im Film vor, dienen jedoch nur als Aufhänger und Träger der mystischen und zugleich okkulten Story. In einigen Szenen tauchen die Krabbeltiere unerwartet auf und werden auch schon mal mithilfe von Knetmasse und der bewerten Stoß-Motion Technik in Szene gesetzt.

SPIDER LABYRINTH ist ein Werk aus Italien und vereint vielerlei Genres gekonnt miteinander. Sei es der Giallo, Thriller, Sekten, Monster und Tierhorrorfilm.

Mit kontinuierlichen Spannungsaufbau ist es Regisseur Giagni gelungen einen unterhaltsamen und rätselhaften Film zu inszenieren. Trotz dessen das die Story des Films recht einfach und simpel ist, baut sie sich gekonnt auf. Der Zuschauer wie auch die Hauptcharaktere des Films tappen lange im Dunkeln. Durch den Einsatz immer wieder neuen auftauchenden Charakteren wird die Neugier des Zuschauers geweckt. Wer in weit mit dem Haupt-geschehen verbunden ist, wird immer Bruchstückhaft dem Zuschauer unter die Nase gerieben. Doch so schnell wie sie auch auftauchen so schnell verschwinden sie auch wieder von Bildfläche. Doch konnten sie allesamt unseren Hauptcharakter noch vor etwas geheimen, unheimlichen Warnen.

Nicht nur Spinnen verbreiten Angst und Schrecken

Schon recht früh ist eine mystische Atmosphäre präsent. Durch die Hinarbeitung auf das Finale wird dieses sogar noch mal gesteigert. Immer abgedrehter und bizarr steigert sich die Story zum lang erwarteten Finale.

Effekt-künstler-Sergio Stivaletti wurde für die Effekte engagiert. Mehr für Masken und Make-up verantwortlich zeigt er in SPIDER LABYRINTH sein Talent. Er arbeitete mit Dario Argento und Lamberto Bava zusammen. Seine Kunst als Künstler kann man unter anderen in „Paco – Kampfmaschine des Todes“, „Phenomena“ und „The Sect“ bewundern. Auch setzte er sich mal selbst auf den Regiestuhl und drehte den Film „M.D.C. – Maschera di cera“ fertig, den Lucio Fulci 1997 anfing und durch seinen Tod nicht fertig stellen konnte.
SPIDER LABYRINTH ist leider bislang ein ONLY VHS Kandidat. Eine würdige Veröffentlichung wäre wünschenswert, denn dieser Film zeigt das Ende der 80er noch gute Werke aus Italien zu uns kamen. Zudem ist er spannend, geheimnisvoll und sehr atmosphärisch, von diesen positiven Dingen könnten sich manch andere Produktionen mehr als nur eine Scheibe abschneiden.