Spookies – Die Killermonster (1986)

Eine Gang junger Leute gerät eines Nachts auf der Suche nach Spaß in ein Anwesen inmitten eines Friedhofs. Der dort hausende Magier Keron sieht in ihnen die Gelegenheit, seine tote Geliebte zu neuem Leben zu erwecken. Mittels eines Oujia-Bretts beschwört er Monstren herauf, die das Haus für die jungen Leute zu einer Todesfalle werden lassen, denn es hält noch einige böse Überraschungen für sie parat…

 

Lust auf Horror Trash der besonderen Art? Dann ist SPOOKIES – DIE KILLERMONSTER von 1986 genau das richtige! Wer ein Faible für die Horrorwerke der 80er Jahre hat, was von vielen als die beste Zeit des Horror Genres bezeichnet wird, der kommt hier voll auf seine Kosten. Vollgepackt mit typischen Klischees aus dem Genre und zahlreichen Effekten die von Hand inszeniert wurden. Dazu fahles Licht, Synthesizer Sounds und einer schaurigen Atmosphäre – Perfekt!

Für die Regie waren ursprünglich drei verantwortlich. Thomas Doran, Brendan Faulkner und Genie Joseph. Doch durch Umstände eines zu langen Filmes von sage und schreibe 3 Stunden wurden sie vom Produzenten klanglos gefeuert. Als Ersatz sprang dann Eugenie Joseph ein. Doch der Film war noch nicht ganz fertig und einige Szenen fielen der Schere zum Opfer, so das nur noch knappe 40 Minuten Bildmaterial zur Verfügung standen. Also mussten zahlreiche Szenen neu gedreht werden, nur dumm das der halbe Cast mit den vorherigen Regisseuren befreundet ist und sich weigerten den Film weiter zu drehen. So wurden zahlreiche neue Amateur Schauspieler gecastet und die neuen Szenen wurden mit den bereits vorhandenen vermischt. Das Resultat lässt sich dennoch ganz passabel anschauen.

Vor allem sprechen hier die Effekte, Masken und Kostüme für sich. Viel Latex, Kunstblut und zahlreiche aufwendige Kostüme sprechen für sich. Alles handgemachte Effekte wie man sie als Fan solcher Streifen abgöttisch liebt. Da kann man auch getrost über die abstrakte Story und den stümperhaften Schauspielern, sofern man sie so bezeichnen kann, hinweg sehen. Zudem tummeln sich einige logische Fehler im Plot, vor allem die Szene zu Anfang von SPOOKIES passt rein gar nicht und zaubert nur ein müdes Lächeln beim Zuschauer hervor. Bezüglich der Schauspieler, die allesamt junge Teenager spielen sollen, aber selbst weit die 30er Jahresmarke überschritten haben, wirkt nicht glaubwürdig, somit ist dem Film SPOOKIES kaum Realismus zu zusprechen. Aber muss man bei so einem Zombie, Horror, Mutanten Flickzeug Realismus und Logik finden?

Als Trash Streifen funktioniert der Streifen sicherlich sehr gut, und zeigt zumindest eindrucksvoll was technisch mithilfe von Kostümen, Masken, Effekten, Musik und Licht möglich war, wovon sich andere Vertreter aus dem Jahrzehnt und Genre deutlich ab hätten abschauen sollen. Aber als runder und solider Horrorstreifen fehlt es SPOOKIES an vielem, und versagt dann auf ganzer Linie.

SPOOKIES gibt es in Deutschland auf VHS und DVD und besitzt eine Freigabe von FSK18. Die ist berechtigt denn, man bekommt einiges an Splatter und Gore gezeigt.