Die 6oer Jahre war das Jahrzehnt der Phantastischen Filme, zahlreiche Jules Verne Verfilmungen und Sci-Fi Abenteuer fanden ihren Weg in die Kinos. Und aus dem rauhen Englang strömten nicht nur die Hammer Film Studios Produktionen in die Weite Welt hinaus. Auch STADT IM MEER entstand in diesem Jahrzehnt und stammt aus England und wurde von Regisseur Jacques Tourneur 1965 gedreht. Es war Tourneur sein letzter Film. Der Franzose drehte schon viele Jahre zuvor sehr erfolgreiche Filme und TV-Serien. 1950 drehte er unter anderem „Der Rebell“ mit Kirk Douglas, den Vater von Michael Douglas. 1957 auch den Gruselstreifen „Der Fluch des Dämonen“, zudem war er an der Serie „Northwest Passage“ stark beteiligt und involviert.

Auf dem DVD Cover prangt der Zusatz „Edgar Ellen Poe“, seine Kurzgeschichten wurden schon zahlreich verfilmt und neu interpretiert. Doch bei STADT IM MEER befindet sich die Sachlage etwas anders, statt auf einer Kurzgeschichte, basiert der Film lediglich auf einem Gedicht „The City in the sea“ des erfolgreichen Schreiberlings. Diese Dürftigkeit bemerkt man auch leider an der Story im Film. Nur die besagte Stadt ist wie im Gedicht beschrieben zu erkennen, der Rest der dennoch sehr interessanten Geschichte ist komplett frei erfunden um das Gedicht zu stützen.

STADT IM MEER versucht an Roger Cormans Erfolgen anzuknüpfen, doch fehlt ihm an vielen Stellen das nötige Potenzial. Allen voran die Settings und Kostüme, teils wirken sie sehr gut durchdacht und entworfen, und in der nächsten Einstellung eher lächerlich. Die Anfangssequenz im Haus und die Entdeckung der Räume in einem Art Verliess wirken ansprechend und wecken die Neugier des Zuschauers. Doch schnell wird die anfängliche Euphorie durch Langeweile verdrängt. Der Mittelteil des Films ist prall gefüllt mit Dialogen, einige wenige sind darunter die dem Zuschauer mit Informationen über die Stadt und deren Bewohner liefert. Ein paar interessante Ansätze sind im meist trägen Unterfangen vorzufinden. Allen voran die Idee das die Menschen in der STADT IM MEER viel langsamer altern als an der Erdoberfläche, viele von ihnen sind bereits über 100 Jahre alt. Dazu gesellen sich noch ein paar Nebenplots, die rein gar nichts mit der Hauptstory verbindet, sie dienen lediglich als Lückenfüller um Laufzeit des Films zu füllen. Selbst ein Huhn mit dem männlichen Namen „Herbert“ hat eine Nebenrolle und Füllung der Story zu tragen, immerhin wird Herbert in den Credits erwähnt. Nette Auflockerung der düsteren Geschichte, ist Vincent Price als „Sir Hugh – The Captain“.

In Deutschland ist STADT IM MEER auf DVD vom Label „Cosmopolitan Pictures / ALIVE“ erschienen. Das Bild ist entspricht guten VHS Niveau und bietet klaren und deutlichen Ton. In den USA ist er sogar auf Blu-ray erschienen, jedoch unter dem Alternativtitel „War – Gods of the Deep“. Für Fans von Fantasy, SciFi und Abenteuerfilmen der 60er Jahre ist STADT IM MEER sicherlich eine Empfehlung und Sichtung wert.