Star Trek VI – Das unentdeckte Land (1991)

Inhalt:

Nach der Explosion des Mondes Praxis müssen die Klingonen in Friedensverhandlungen mit der Föderation gehen. Die Enterprise wird geschickt und führt erste Gespräche mit dem klingonischen Kanzler Gorkon. Später wird das Raumschiff der Klingonen augenscheinlich von der Enterprise torpediert und Gorkon von zwei Männern auf seinem Schiff ermordet, die von der Enterprise rübergebeamt sind. Um deren Unschuld zu beweisen bieten sich Kirk (William Shatner) und McCoy (De Forrest Kelley) auf das klingonische Raumschiff. Dort werden sie festgenommen und nach einen Schauprozess auf den Strafasteroiden Rura Penthe geschickt. Können Sie weiterhin ihre Unschuld beweisen und kommen die beiden von dort weg?

Filmisches Feedback:

Genialer Abschluss der alten Crew

Diesen Film hab ich damals im Kino gesehen. Mehr Zufall als gewollt. Meine Mutter ging in DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER (1991). Logisch, dass ich da nicht mit rein durfte. Im Nebenkino lief dann dieser Film. Also schickte sie mich da einfach rein. Gut. Hab mir nichts dabei gedacht. Kannte zu dem Zeitpunkt das TREK-Universum überhaupt nicht. Nach dem Film war ich begeistert. Und da begann mein langsames Interesse für die TREK-Sachen.

Ohne ein Trekkie zu werden wohlgemerkt. Nun ja, und auch heute noch, nach mehr als 27 Jahren hat dieser Film seine Wirkung auf mich nicht verloren. Und DAS macht doch einen Film aus. Dass man sich an ihn erinnert und  was mit ihm verbindet. Den was ganz besonders mich an diesen Teil faszinierte war (obwohl ich gestehen muss, den richtigen Zusammenhang sah ich erst ein paar Jahre später), das hier, wie in der zweiten Serie THE NEXT GENERATION  ein politisch-gesellschaftliches Ereignis gekonnt in eine fantastische Welt transformiert wurde um aktuelle Themen zu zeigen auf seine ganz eigene Art und Weise.

Und das ist ja einer der Pfeiler eines guten SF-Films. Die aktuellen Bezüge so in eine Thematik einzubauen, dass man 1.) nicht langweilig wird und 2.) den Zuschauer somit erreichen kann. Das war schon bei vielen Filmen der Science Fiction so. Beispiele gibt’s genug. Und auch dieser Teil gehört mit zu diesen aktuellen Themenfilmen der SF. Und das besondere heutzutage ist auch: er ist nach wie vor aktuell. Damals gedreht unter dem Deckmantel der politischen Umwälzung im Ostblock (obwohl die eigentliche Umkehrung im realen Leben ja erst ein paar Monate nach Erscheinen des Films kam).Heutzutage kann man ihn dennoch als politisch motivierten Film sehen im Sinne der weltweiten Bespitzelung und Misstrauen gegenüber Regierungen oder auch die aufkommende Konfrontation ideologisch geprägter Staaten aus heutiger Sicht.

Neben der spannenden Inszenierung Nicolas Meyers (der Mann ist ein wirklich Guter im TREK-Universum) besticht der Film durch die guten Effekte (und Maske), den exorbitant gut agitierenden Schauspielern (allen voran Christopher Plummer als General Chang), Verweise auf die TNG-Serie (Michael Dorn), einer sehr guten Musik von Cliff Eidelman (der danach nie wieder so gut war) und einer wirklich gut gemachten, versteckten Message des friedlichen Lebens nebeneinander. Auch wenn viele Trekkies sagen, dass der “kalte Krieger” nicht zur Figur des Kirk passt (zumindestens las ich dies stets) so denke ich: genau das passt sehr gut. So nehme ich ihm die Figur ab. Und hier sieht man, wie der neue Captain Kirk (Chris Pike) seinen Vorgänger vom Verhalten her ähnlich sieht.