Steel Frontier (1995)

Ein namenloser Fremder (Joe Lara) gerät im post-apokalyptischen Amerika an eine paramilitärische Gang, die ein friedliebendes Dorf in ihre Gewalt gebracht hat. Ein brutaler Kampf entbrennt, in dem auch zahlreiche Zivilisten ihr Leben lassen – Der Preis der Freiheit ist hoch…

 

Das Szenario der Endzeit auch post-apokalytisch bezeichnet brachte allerlei Klassiker und Trashstreifen hervor. Man denke da nur an Mel Gibson und MAD MAX, definitiv ein Klassiker und Kultfilm zugleich. Doch was kommt dabei heraus, wenn eine Actionschmiede sich der Thematik annimmt? Aus dem Hause PM ENTERTAINMENT stammt STEEL FRONTIER von 1995. Berüchtigt für atemberaubende Stunts, allerlei Explosionen und zahlreiche Shootfights lassen sie es in STEEL FRONTIER wie gewohnt ordentlich krachen. Berüchtigt vor allem für Action und Effekte handgemacht und nicht mithilfe von der damals noch anfänglichen CGI Technik oder dem altbewährten Modellbau. PM ENTERTAINMENT sprengt oft alles in die Luft, was man sprengen kann. Trotz des geringen Budgets das der Filmschmiede oft nur zur Verfügung stand, holten sie das Maximum aus dem Möglichen heraus.

Beim Vorspann bekam ich recht schnell das Gefühl das ich anstatt STEEL FRONTIER aus Versehen MAD MAX im Player habe. Doch schon nach ein paar Minuten kracht es gewaltig und ich werde eines besseren belehrt.

Filme zu drehen die in der Endzeit spielen, ist recht kostengünstig. Man benötigt oft nicht sonderlich viel. Ein paar demolierte und zerpflückte Autos, Wüstenlandschaft und wirr zusammengestellte Kostüme, dazu noch ein wenig Make-up und fertig ist das Grundgerüst. In STEEL FRONTIER geht es um den Rohstoff Öl, der aus alten Reifen wieder gewonnen werden kann. Eine Gruppe rivalisierender Aussenseiter streift durchs Land und terrorisiert kleine Gemeinden wie NEW HOPE. Da taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, im Western Outfit, lässig mit Cowboyhut tief ins Gesicht gezogen und einer abgebrannten Kippe im Mundwinkel. Dazu einen Colt lässig im Halfter um die Hüfte geschwungen. Schießkünste wie einst LUCKY LUKE.

STEEL FRONTIER bedient sich sehr vielen Western Elementen. Dies ist vor allem bei den Kostümen und den Waffen klar zu erkennen. Natürlich dürfen ein Sheriff und seine Hilfssheriff nicht fehlen. Da passt der geheimnisvolle Fremde wie die Faust auf das Auge. Ungefragt nimmt er den Kampf gegen die Schergen auf sich und hilft den Bewohnern der neu gegründeten Stadt. Die Tochter des damaligen Gründers von NEW HOPE verliebt sich in den Fremden und unterstützt ihn beim Kampf gegen das Böse.

 

PM ENTERTAINMENT lässt es wieder krachen. Hier wird gnadenlos geschossen, Duelle zwischen zwei Kontrahenten in Wild West Manier, Gebäude explodieren, wilde Autofahrten mit stark demolierten, zerpflückten Autos und Menschen werden durch die Luft gewirbelt. Gewohnte Kost aus dem Hause gewürzt mit Western Elementen. Somit bekommt man frischen Wind anstatt sich immer mit den typischen One-Man-Armee Klischees und Großstadteskapaden herumzuschlagen.

Das Erzähltempo ist sehr flott und bietet kaum Verschnaufpausen für den Zuschauer. So macht das Action Genre Spaß. Besonders erwähnenswert ist noch die Besetzungsliste des Films. Zahlreiche bekannte Schauspieler vor allem aus dem B-Movie Sektor geben sich die Klinke in die Hand. Es handelt sich um Joe Lara, als geheimnisvoller Fremder mit den tollen Schießkünsten, Bo Svenson als Ex-Offizier, Brion James als Anführer der bösen Gruppe und Kane Hodder als Söldner. Na wenn das kein Cast ist für einen unterhaltsamen Actioner ist.

Doch STEEL FRONTIER gehört mal wieder zur Kategorie der ONLY VHS Kandidaten, noch dazu in Deutschland vom Label ASCOT nur in der gekürzten Fassung erschienen. Eine DVD Veröffentlichung wäre mal angebracht. Denn hier bekommt der Action-Freak all das geboten, was er sich wünscht. Einfache Story, toller Cast und satte Action!