Strike Commando (1988)

Der indonesische Regisseur Arizal schuf 1988 den Actioner „Strike Commando“. Er lief auch unter seinem Alternativtitel „Final Score“ in verschiedenen Ländern. Arizal ist hierzulande eher ein Unbekannter und nur wenige Filme schafften es aus seinem Heimatland bis nach Deutschland. Die es schafften waren „The Stabilizer“ von 1986, der hierzulande auch auf DVD in der „cmv Trash Collection“ als die Nummer 40 veröffentlicht wurde. Desweiteren der Streifen „American Hunter – Niemand ist Gnadenloser“ aus dem selbigen Jahr wie „Strike Commando“, auch er ist bereits auf DVD in der ASTRO KULT Reihe erschienen, jedoch mit leichten Kürzungen.

Für „Strike Commando“ tat sich Arizal erneut mit dem Hauptdarsteller Christopher Mitchum zusammen. Die beiden arbeiteten schon öfters zusammen in Filmen. Christopher ist der Sohn des bekannten Schauspielers Robert Mitchum. Die übrigen Darsteller stammen größtenteils auch aus Indonesien und erreichten kaum weitere Rollenangebote in anderen Produktionen.

Der Film spult eine an sich bekannte und einfache Story Stück für Stück runter. Ein Teil einer glücklichen Familie wird von geheimnisvollen Killern getötet. Und der zurück gelassene Familienvater schwört auf Rache und macht sich an die Arbeit die Peiniger auszuschalten. Im späteren Verlauf bekommt er noch tatkräftige Unterstützung einer Frau, die schon länger daran arbeitet den Widersachern das Handwerk zu legen. Da sie ebenfalls durch den Oberschurken einen Teil ihrer Familie verloren hat.

Schon in den ersten Minuten des Films, steckt der Zuschauer mitten drin im Geschehen. Ohne große Charakterzeichnungen und Inszenierung des Lebens vor der grausamen Tat, wird man Zeuge des Massakers im trauten Heim der Familie. Erst im späteren Verlauf durch diverse Dialoge und anderen Charakteren die der Handlung dienen bekommt man immer mehr Informationen. In der Vergangenheit war der Familienvater Angehöriger der Armee und machte sich damit keine Freunde. Somit ist das nächste Klischee auch damit komplett bedient.

Der Film glänzt sehr durch die Actionszenen die man geboten bekommt. Zahlreiche Fights, Schusswechsel und Scheiben und Einrichtung gehen hier zu Bruch. Dazu noch stimmige Sets und auffallende Kulissen. Auch die deutsche Synchronisation ist sehr gut gelungen und angenehm für die Ohren. Der Spannungsaufbau baut sich kontinuirlich auf, da man wie der Hauptcharakter selber lange im Dunkeln tappt, das weckt die Neugier und Aufmerksamkeit des Zuschauers. Somit ist Arizal ein guter, solider inszenierter Actioner gelungen. Für Fans der 80er die gerne in der Actionwelle mitschwimmen sicherlich eine Empfehlung und Sichtung wert.

Doch leider gibt es zur schwachen, leicht abgenutzten Story auch noch andere Dinge die einem Filmfan schwer im Magen liegen werden. Das es der Film hierzulande nur auf VHS in den Handel geschafft hat, ist noch leicht zu verschmerzen. Aber das viele Actionszenen leicht bis stark geschnitten wurden ist sehr ärgerlich. Die Schnitte sind an vielen Stellen sehr deutlich zu spüren und mindern somit den Unterhaltungswert deutlich. Vor allem wenn man bedenkt das „Strike Commando“ hierzulande vom Label „NEW VISION“ vertrieben wurde, die größtenteils ihre Filme immer ungeschnitten veröffentlichten. 1990 ereilte dem Film noch eine Indizierung, die jedoch aufgrund des Fristablaufs im Juli 2015 ausgelaufen ist. Somit ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sich ein Label an die Arbeit macht und diesen Actioner ins digitale Zeitalter katapultiert, natürlich ungeschnitten!