Sundown – Der Rückzug der Vampire (1989)

Vampirfürst Josek Mardulak lebt friedlich im Westernstädtchen Purgatory neben den Sterblichen. Seine Kolonie bezieht ihren Lebenssaft aus einer kunstblutproduzierenden Fabrik. Als diese Nahrungsquelle zu versiegen droht, macht ein Blutsauger alter Schule gegen Mardulaks Gefolgschaft mobil.

Irgendwie ist Sundown – Der Rückzug der Vampire bei vielen Menschen in Vergessenheit geraten, dies ist sehr schade, denn dieser Film ist eine wahre Perle unter den vielen Filmen der 80er Jahre. Nicht nur das bekannte Darsteller und auch Regisseur an ihm mitgewirkt haben, nein, auch die Umsetzung ist wunderbar gelungen und hebt sich von vielen anderen Werken aus dieser Zeit hervor. Vieleicht liegt es auch daran, das es Sundown bislang nur auf VHS gab, und er es nun endlich auf die silberne Scheibe geschafft hat. Was lange währt, wird endlich gut oder wie lautet das Sprichwort?!

Um nun mal zum Film Sundown selber zu kommen, fangen wir mal mit den Darstellern an, es tauchen einige bekannte Gesichter aus anderen Filmen auf, wie unter anderem: David Carradine, den man auch aus der damaligen TV Serie “Kung Fu” und später aus “Kill Bill” kennt, mimt in Sundowm auf hervorragende Weise den Anführer der Vampire,um die es in Sundown geht, namens Graf Mardulak. Seine schauspielerische Darstellung dieser Rolle ist vorbildlich, die zurückhaltende und doch zuvor kommende Art und Weise wie ein Graf sich gegenüber seinen Gästen benimmt. Desweiteren ist noch “Bruce Campbell” in einer komödiantischen Rolle zu sehen, diese Rolle bringt ihm in Sundown sehr viele Sympathiepunkte ein, denn er spielt einen trotteligen Art Vampirjäger, eine Anlehnung an Van Helsing.

In einigen Nebenrollen sind auch noch: M. Emmet Walsh, der einen ZZ Top ähnlichen alten Mann darstellt, und nicht zu vergessen: Jim Metzler, bekannt aus „L.A. Confidential“, der in Sundown wunderbar einen Ingenieur spielt.

Sundown in ein Genre zu packen wird verdammt schwer, denn er bedient mehr als nur ein Genre, es ist eine fröhliche Mixtur aus: Horror, Komödie, Western, Splatter. Zum Genre Horror bedient sich Sunddown an vielen bekannten Vampirfilmklischees, die hier ausreichend Platz finden, eine Anspielung setzt an die nächste an, Komödie im gewissen Sinne, man kann sich zwar nicht Tod lachen, aber der ein oder andere Grinser und Schmunzler ist dem Zuschauer garantiert, dies war wohl auch ein Hauptaugenmerk vom Regisseur, zu dem aber später noch mehr. Zum Thema Western kann man nur sagen, viele Vampire in Sundown tragen typische Western Klamotten, was wohl dem Zuschauer verdeutlichen soll, das sie auf dem Land in der Einöde leben, abseits der Menschen. Und Splatter – nun ja, ein oder zwei Szenen sind ein wenig deutlicher in Szene gesetzt, aber es fliesst auch nicht viel Blut.

Dies alles macht Sundown sehr familienfreundlich, wenn man von der FSK 16 Freigabe ein wenig absieht! Regisseur in Sundown war der bekannte: Anthony Hickox bekannt aus “Waxwork und Hellraiser III” Die Sets und Kostüme sind aufwendig und detailgetreu in Szene gesetzt, was trotz des geringen Budgets von knapp 3 Millionen Dollar wohl relativ schwer war, selbst die Effekte der Vampire/Splatter sind sehr schön anzusehen, es kommt auch die bekannte Stop-Motion Technik bei den Fledermausszenen zum Einsatz, was eine Anlehnung an alte Filme sein dürfte!

Die Story in Sundown geht etwas langatmig in Gang, es wird sehr viel auf die einzelnen Rollen eingegangen, aber man wird mit einem sehr rapiden Anstieg und einem Showdown bestens versorgt, dran bleiben, zahlt sich in diesem Fall aus. Sundown macht Spaß, eine wahre Perle unter den Filmen der 80er Jahre, die DVD Umsetzung ist solide, gutes Bild und der Ton ist auch befriedigend. Ich habe nur das hässliche Cover zu bemängeln, aber dies ist geschmackssache! Vieleicht kommt der Film von einem anderen Label nochmal auf den Markt, mal bei CMV anklopfen?

Ich gebe dem Film 10 / 10 Punkten

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