Superbeast

1972 geht der junge amerikanische Arzt Dr. Flemming tief unten mitten im philippischem Dschungel seinen teuflischen Experimenten nach, weshalb er aus seiner Heimat schon verbannt wurde. Nun hat er sich sich einen Großwildjäger als Finanzier geangelt, der die unfreiwilligen Opfer seiner Experimente nach fröhlicher Art beseitigt, sollte das Experiment schiefgehen, – was sie regelmäßig tun. Als die junge Pathologin Alex Pardee Wind von der Sache bekommt, begibt sie sich sofort neugierig auf die Insel des scheinbaren Unholds…

 

Liest man sich die Filmbeschreibung durch, könnte man denken das es sich um eine weitere Verfilmung des Roman über den Dr. Moreau handeln könnte. Schaut man sich den Film SUPERBEAST an, bestätigt sich teilweise der erste Eindruck. Schon immer faszinierte es Ärzte, Professoren und Forscher das Leben der Menschen und Tiere und die Thematik von geheimen Experimenten fand schon oft den Einzug im Filmgeschäft. Dabei muss es sich nicht immer um einen Horrorfilm handeln, auch das SciFi und Action Genre bediente sich oft an den Themen und interpretierten ihre eigene Erzählweise.

Im Jahr 1972 drehte Regisseur George Schenk SUPERBEAST, es war sein erster und auch letzter Film. Leider sind Infos über ihn kaum zu finden, seine Herkunft, sein Leben, alles im verborgenen, vielleicht handelt es sich auch um ein Pseudonym, was ja auch schon oft der Fall war.

Doch bedienten sich die Skriptschreiber nicht nur beim Dr. Moreau, sondern bedienten sich auch an Elementen von Frankenstein, auffällig dafür sprechend ist allein schon der eine Name im Film eines Charakters. Laut einigen Datenbanken im Netz wird SUPERBEAST als Horrorfilm eingeordnet, jedoch schreibe ich ihm noch das Genre Abenteuer zu. Allein schon der Spielort der Story, auf den Philippinen spricht dafür. Im Dschungel und auf einer kleinen geheimen Insel spielt die Story sich hauptsächlich ab. Die Drehorte und Kulissen kennt man vor allem aus dutzenden Actioner und Kriegsstreifen aus den 80er Jahren.

Die Erzählstruktur des Films ist recht einfach gehalten und schreitet in einem angenehmen Tempo voran. Der Zuschauer erfährt wie die Pathologin im Film Stück für Stück etwas über die geheimen Experimente des Dr. Flemming. Er möchte in Zusammenarbeit mit Geldgebern Menschen die auf die schiefe Bahn gelangt sind, durch ein Serum wieder auf die rechte Bahn zu leiten. Durch das Serum werden die Gefühle wie Hass, Wut, Angst sozusagen außer Gefecht gesetzt und in das gegenteilige Gefühl verwandelt. Dazu injiziert er Teile von Tierischen Zellen in den Menschen, und somit verwandeln sich die Menschen in halbe Tiere. Misslingen die Experimente, so werden die Menschen oder Subjekte wie sie im weiteren Verlauf betitelt werden, wie Tiere auf einer Safari von den Geldgebern eiskalt erschossen.

Bei SUPERBEAST handelt es sich um eine Low Budget Produktion, doch das geringe Budget ist kaum spürbar. Die Sets und Kulissen sind ansprechend und vermitteln den Eindruck als würde man sich tatsächlich auf einer geheimen Insel befinden. Gelegentlich bekommt man auch Szenen in einer großen Stadt, mit einem Ghetto Viertel und zahlreichen anderen Schauplätzen geboten. Einziges Manko ist das man von dem Arzt der die geheimen Experimente betreibt, weiter kein voll ausgestattetes Labor zu Gesicht bekommt, lediglich ein Schrank mit ein paar Utensilien sind zu erkennen, das nagt etwas an der Glaubwürdigkeit des Films.

Die anfängliche Neugier der Pathologin im Film, wechselt recht schnell zu Ekel und Angst. Sie entschließt sich dem Arzt das Handwerk zu legen, doch wie? Denn eine Flucht ist kaum möglich. Sie beschließt den Arzt mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. 

SUPERBEAST ist ein guter Filmischer Tipp für Abenteuer Fans, mit einem Hauch Horror und einer Würze Trash garniert, bietet er gute Unterhaltung. Doch leider ist dieser Film auch auf VHS nie veröffentlicht worden. Mir lag eine TV Aufnahme aus dem Pay TV für die Kritik vor.