Tammy and the T-Rex (1994)

Michael, der vom Ex seiner Freundin in einem Tiergehege eingesperrt wurde, wird von einem Löwen schwer verletzt. Das nutzt der verrückte Professor Dr. Wachenstein aus und stiehlt Michaels Körper. Wachenstein hat nämlich einen mechanischen T-Rex gebaut, zu dessen Vollendung nur noch ein intaktes Gehirn fehlt. Die Gehirntransplantation glückt, doch das einzige was der T-Rex im Sinne hat, ist Rache an seinen Peinigern. Nachdem er auf einer Party ein Chaos anrichtet, jagt ihn sowohl Dr. Wachenstein als auch die Polizei. Seine einzige Chance besteht darin einen frischen Körper zu finden, um sein Gehirn wieder zurück in einen Menschen zu verpflanzen.

 

Schon 1984 lieferte uns Regisseur Stewart Rafill eine Trash Granate ab. Die Rede ist von “Krieg der Eispiraten” mit Robert Urich und Mary Crosby. Doch gut 10 Jahre später kam TAMMY AND THE T-REX zu uns, und übertraf zumindest was den Trashfaktor angeht den SciFi Streifen von 84 um Längen.

Die Welt war im Dinosaurierfieber, Schuld daran war definitiv JURASSIC PARK und die Fortsetzungen. Der Erfolg lockte andere Produzenten hervor, sich vom derzeitigen kursierenden Fieber etwas abzuknapsen.

TAMMY AND THE T-REX ist eine Mischung aus Horror, Komödie, Science-Fiction. Der Trash Bonus kommt aufgrund der Erzählweise und vor allem der Inszenierung zum tragen. 

Dinosaurier werden immer Trauriger

Schaut man sich TAMMY AND THE T-REX an, so werden einem vor allem einige bekannte Gesichter aus der Filmwelt auffallen. Allen voran die damals noch sehr junge Denise Richards, die am Anfang ihrer Karriere stand, bevor sie in den Krieg in “Starship Troopers” zog und auch dem britischen Geheimagenten James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug zur Seite stand. In der Rolle des Michael ist der vor ein paar Jahren verstorbene Paul Walker zu sehen. Ihn kennt man vor allem aus der Filmreihe “Fast and Furios” an der Seite von Vin Diesel. Als Dr. Wachenstein ist Terry Kiser zu bewundern.

Storytechnisch bewegt sich der Film auf sehr konfusen Terrain. Ein verrückter Wissenschaftler möchte einem mechanischen Dino echtes Leben einhauchen. Um die Idee in die Tat umzusetzen braucht er ein Versuchskaninchen, egal ob Freiwillig oder nicht. Ein menschliches Gehirn soll verpflanzt werden.

The Coolest Pet in Town

Die Inszenierung des Dinos wurde mithilfe von Animatronics und Stop Motion Technik umgesetzt. Leider aufgrund des geringen Budget nicht sonderlich qualitativ. Bekannte Puppentechniken wie man es unter anderem auch aus “Chucky” kennt fanden ebenfalls ihren Einsatz. Einige Einstellungen wurden mit einfachen Mitteln wie Beine, Arme und Füsse aus Gummi in Szene gesetzt. Unter anderem als der T-Rex mit seinen verkümmerten Vorderbeine eine Nummer in der Telefonzelle wählt und hält sich den Höhrer an den Kopf. Zuweilen ist auch klar zu erkennen, das der Dino sich auf einem Rollbrett fortbewegt.

Der Humor in TAMMY AND THE T-REX bewegt auf unterem Slapstick Niveau. Mit der Holzhammer Methode werden dem Zuschauer flache Sprüche und kaum zündende Witze näher gebracht. Die beiden Genres Horror und Humor kann man verbinden, doch hier gelang es eher weniger. Im Gegenteil beide Elemente stehen sich gegenseitig im Weg und nehmen sich ihre Möglichkeiten zu entfalten.

Bei einigen Szenen bekommt man den Eindruck, das hier ein härterer Streifen angedacht war. Dies merkt man vor allem an der Operationsszene wo man Michael (Paul Walker) den Schädel aufschneidet und das Gehirn entnimmt. Doch durch rasche Schnitte und Einstellungen verpuffen solche Möglichkeiten wieder recht schnell. 

TAMMY AND THE T-REX ist in Deutschland bislang nur auf VHS vom Label “Goldlight” erschienen. Es existieren eine Verleih und eine Kaufversion. Sie unterscheiden sich vor allem an der FSK Freigabe. Die Veleihversion ist ab 18 und ist ungeschnitten. Die Kaufversion eine 16er Freigabe und 8 Minuten wurden entfernt.

Die Verleihversion ist bei Sammlern beliebt und die VHS gehört mit zu den seltensten die es gibt. Sie erzielt bei Auktionen oft hohe Preise.