Taran und der Zauberkessel (1985)

Taran träumt davon, ein ruhmreicher Krieger zu sein. Bald erhält der Schweinehirte eine Chance, sich zu beweisen. Er muss einen bösen König besiegen, der die Welt zu unterjochen versucht. Bei seinen gefährlichen Abenteuern stehen ihm ein magisches Zauberschwert, die liebreizende Prinzessin Eilonwy und ein putziges Schweinchen mit übersinnlichen Fähigkeiten zur Seite.


Es ist der 25. Spielfilm aus dem Hause Walt Disney und wahrscheinlich auch der umstrittenste aller Disney Filme. Vor allem ist der Film für seinen Ruf als düsterer und erschreckendster Zeichentrickfilm von Walt Disney bekannt.

Schriftsteller lloyd Alexander schrieb die ersten zwei Bücher der Romanreihe DIE CHRONIKEN VON PRYDIAN. Aus diesen beiden Büchern entstand der Film TARAN UND DER ZAUBERKESSEL. Aufgrund jahrelanger Produktion, da Disney mit computergenerierten Bildern arbeitet entstanden hohe Produktionskosten. Verglichen mit anderen gezeichneten Filmen ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Doch beim damaligen Release des Films floppte er schlichtweg und spielte nur knapp 22 Millionen US-Dollar wieder in die Kasse.


Wer sich TARAN UND DER ZAUBERKESSEL genauer anschaut wird einiges feststellen. Einige Musikstücke im Film klingen förmlich abgehackt. Dies hat den Hintergrund das der damalige Verantwortliche Jeffrey Katzenberg den Film um satte 13 Minuten kürzen ließ. Aus Zeitmangel da der Release Termin schon vor der Tür stand, blieb keine Zeit mehr den Soundtrack neu einzuspielen. Als Komponist war Elmer Bernstein verpflichtet worden.
Die Schnitte sind auch daran zu erkennen, das die Atmosphäre im Film stetig abnimmt und den roten Faden aus den Augen verliert. Durch einen guten Aufbau der Atmosphäre und die Entwicklung der Geschichte bekommt der Zuschauer volle Breitseite ein enttäuschendes Ende präsentiert.
Durchweg zeigen sich alle Charaktere sympathisch, lediglich der Held Taran wirkt etwas blass und hätte mehr Tiefe und Entwicklung besser zugestanden. Überraschungen was die Charaktere angeht bleiben aus. Schnell weiß man welcher Charakter auf welcher Seite steht und Ziele verfolgt.
Wer einen düsteren Disneyfilm sehen möchte und TARAN UND DER ZAUBERKESSEL noch nicht kennt, wird seinen Spaß haben. Ein unterhaltsames Werk ist Walt Disney gelungen auch wenn es ein paar Schwächen gibt und die mühsam aufgebaute Atmosphäre stetig im weiteren Verlauf abnimmt und an Ausdrucksstärke verliert.


TARAN UND DER ZAUBERKESSEL trägt einen Kultstatus stolz mit sich herum. Durch den Ruf eines düsteren und für Kinder erschreckenden Film wurde er für viele dadurch noch interessanter. Noch heute gilt er als einer der beliebtesten Filme aus dem Hause Disney.

Eine kleine Anmerkung am Rande, der erfolgreiche Tim Burton wirkte als Zeichner mit. Taran und der Zauberkessel gibt es auf VHS und DVD, und leider sind alle Versionen um die 13 Minuten geschnitten, diese Szenen gelten als verschollen und sind bis dato nie wieder aufgetaucht. Vielleicht kramt sie Disney sie ja doch mal raus und wird sie als Bonusmaterial veröffentlichen.