The Terminator (1984)

Inhalt:

In einer nicht weit entfernten Zukunft findet ein erbarmungsloser Kampf zwischen Mensch und Maschine statt. Die Menschheit steht kurz vor den Sieg. Unter der Führung von John Connor steht die Menschheit kurz vor den Sieg. Damit dies nicht geschieht schicken die Maschinen einen Androiden, den T-800 (Arnold Schwarzenegger), zurück in das Jahr 1984 nach Los Angeles. Der T-800 hat den Auftrag die Mutter von John Connor, Sarah (Linda Hamilton), zu töten damit er nicht geboren wird. Der Soldat Kyle Reese (Michael Biehn) wird hinterhergeschickt um sie zu beschützen.

Filmisches Feedback:

Ein Vorreiter in vielen Dingen

Was kann man über diesen Film schreiben was nicht schon gesagt wurde. Es ist manchmal schwer es in Worte zu fassen. Dieser Film ist wie kaum ein anderer aus den 8oer Jahren in vielerlei Hinsicht richtungsweisend gewesen. Zunächst einmal sei da die formale, die inszenatorische Seite zu erwähnen. TERMIANTOR ist ein Kind der 80er Jahre und diese Zeit war durchaus geprägt von einer Popkultur, die mit Elementen spielte. Licht, grell-bunte Farben und Schatten bildeten in Filmen den Stil. Sei es die Filme von Michael Mann und seine prägende Serie MIAMI VICE oder die Filme von Bruckheimer/ Simpson. Sie waren polierte, stilisierte Filme die den Look der 80er perfekt präsentierten. Cameron nahm diesen Look, kehrte ihn aber um. Er spielte mit diesem Look und stellte das Dunkle in den Vordergrund. Vieles in diesen Film ist im Dunkeln gelagert, vieles (durch die Kamera) ist nur halb zu sehen.

Die Musik von Brad Fiedel spiegelt ebenfalls den Synthesizer-Popzirkus der 80er wieder und schraubt ihn aufs Minimalistische runter. Nur die Klänge bleiben, kein Rhythmus, kein Glanz. Nur das metallische, stampfende ist zu hören. Das hat alles ein Ziel, bzw. Zweck: Cameron machte aus diesen Film die perfekte Gegenwelt zu der hellen, prätentiösen Welt der 80er. Er bildete einen Gegenpol. Er schuf einen Dark-Future-Film erster Güte. Mit den wenigen finanziellen Mitteln die er zur Verfügung hatte holte er das Beste raus. Und das machte Sinn. Der düstere Look des Films unterstrich somit auch den Inhalt. Die Geschichte ist im Grunde genommen eine ziemlich Pessimistische.

Der Mensch wird Sklave seiner eigenen Schöpfung. Und erst wenn es zu spät ist erkennt er es und will dies vernichten. Diese „Frankenstein“-Thematik zeigt auf, wie sehr wir von den von uns geschaffenen Maschinen abhängig geworden sind. Wie sehr wir uns darauf verlassen, dass alles funktioniert. Und wenn die Welt aus den Fugen gerät, dann erkennen wir erst wie abhängig wir sind von den Maschinen. Im Grunde ist dieser Film eine Warnung an die Abhängigkeit unserer eigens geschaffenen maschinellen Welt. Und dieser dystopische Ansatz zeigt Cameron in seinen dunklen Bildern. Hinzukommt, dass durch die kongeniale Besetzung von Schwarzenegger auch eine Figur erfunden wurde, die ikonisch für sich steht: als Vernichter der Menschheit (während der zweite Teil da eher weniger drauf abzielt).

Schwarzenegger als Terminator ist die perfekte Personifizierung dieser Angst. Keinen anderen würde man das in diesen Film abnehmen. Auch hier war der Film richtungsweisend. Ohne diesen Film wäre Schwarzenegger nicht das was er heute ist: eine Ikone des 80/90er Actiongenres und Repräsentant einer Dekade die sich ihre Idole per Film und Fernsehen schuf wie kaum eine andere (bzw. hier begann alles was heute richtig pervertiert wird).
Zudem wäre ohne diesen Film Cameron nicht an den folgenden Job gekommen, der meines Erachtens sein Meisterstück ist: „Aliens“.

Neben dieser ikonografischen, inhaltlichen und inszenatorischen Komponente der richtungsweisenden Art dieses Filmes schuf Cameron einen Film welches zu einem Franchise wurde. Es wurde selbst zu einem „Pop“-Kulturphänomen welches er ja (ob gewollt oder nicht) versuchte zu Nichte zu machen. Ironie des Schicksals. Bei diesen Film stimmt einfach alles: die dunkle, düstere Atmosphäre, der Schnitt, die Musik, die Kamera, die Schauspieler (viele von den Darstellern blieben ja in Camerons „Filmfamilie“ und das war wunderbar wenn man sich seine späteren Filme alles mal ansieht) und vor allem die SFX. Stan Winston, zu der damaligen Zeit schon ein kleiner Name im Make-Up/SFX Gewerbe, schuf hier eine Figur, die sich wie kaum eine andere in die Köpfe der Menschen einprägte. Mit einfachen animatronischen Effekten und nur Teile des Körpers die funktionierten (so schulterte er z.B. nur einen Teil der Büste des Terminatorskeletts wenn diese von hinten gefilmt wurde, damit der Terminator größer aussieht und weil nicht das Skelett als Ganzes funktionierte) gründete er seinen Ruf, die er in Filmen bzw. in Figuren wie den ALIENS, den PREDATOR, den PUMPKINHEAD oder den Dinos aus JURASSIC PARK festigte und zu einem Meister seines Fachs wurde. Ohne ihn (möge er in Frieden ruhen) wäre die Filmwelt um so einiges ärmer.

Noch ein kurzes Wort zu einem verkannten Darsteller dieses Films: Lance Henriksen. Dieser Mann, der wie kaum ein andere ein einprägsames Gesicht hat, tut einen schon leid. Erst sollte er den TERMINATOR spielen, dann kam Arnie. Dann sollte er Kyle Reese spielen, dann kam Michael Biehn. 1987 sollte er den ROBOCOP spielen, dann kam Peter Weller…..Schade, das hätte ihn noch bekannter gemacht. Immerhin spielte er ja in ALIENS einen Androiden. Und noch dazu einer seiner besten Darstellungen.
Fazit: THE TERMINATOR ist ein exzellenter Dark-Future-Film in all seinen Facetten, der wie kaum ein anderer das Genre prägte und weiterhin prägt. Und ich würde ihn ohne mit der Wimper zu zucken als Klassiker dieses Genres bezeichnen. Schon jetzt.