The Arrival – Die Ankuft (1996)

Inhalt:
Der Astronom Zane Zaminski (Charlie Sheen) findet in Mexiko heraus, dass Aliens in Menschengestalt die Erde langsam unterwandern. Sie wollen die Erde künstlich aufwärmen, damit diese Aliens hier unbeschwert leben können. Zane versucht dies zu verhindern.


Filmisches Feedback:

Gelungenes Regiedebüt

Die Geschichte einer Alienverschwörung auf der Erde ist wahrlich nicht neu. Dass das Militär darin verwickelt ist, mysteriöse Wissenschaftler ein gängiges Klischee ist oder ein Held, der gegen alle Widerstände antreten muss um die Wahrheit zu beweisen, ist auch nichts was man einen eingeschworenen SF-Fan erzählen muss. Und im Grunde bietet dieser Film genau das. Aber Regisseur David Twohy schafft es tatsächlich einer altbackenen Geschichte einen spannenden und gut inszenierten Reiz abzugewinnen.

Das schafft er durch zwei Elemente: der reißerischen Inszenierung und den Darstellern. Der Film besitzt eine unheilvolle Atmosphäre und gleichzeitig kann Twohy hier einen Actionplot zeigen, bei denen die spannenden Szenen nicht untergehen im Rausch der Spezialeffekte. Effektive Inszenierung; so möchte ich das hier mal nennen. Alles auf den Punkt gebracht. Auch wenn der Film nicht über B-Niveau herauskommt, so ist er alles andere als langweilig. Und die Darsteller tun ihr Übriges um den Film heranzubringen.


Neben Charlie Sheen überzeugte mich hier vor allen Dingen der bereits verstorbene Ron Silver (seine Rolle BLUE STEEL (1990) wird immer seine Beste bleiben). Er verleiht seinem Charakter eine undurchschaubare Aura. Das hebt den Film ebenfalls von Standardwerken des Genres hervor. Auch besinnt sich dieser Film auf SF der alten Schule. Nichts wird gezeigt was nicht gezeigt werden muss. Schauwerte gibt es nur wenn sie benötigt sind (kann aber auch an dem Budget liegen. Will ich gar nicht ausschließen).


Nichtsdestotrotz ist es ein spannender, auf alt getrimmter neumodischer Invasionsfilm. Das macht Lust. Zudem ist dies das Regiedebüt von David Twohy, der Jahre später mit seiner RIDDICK-Reihe einen neuen Kultcharakter schuf. Zuvor war er Drehbuchautor solcher Genre-„Perlen“ wie CRITTERS 2 (1988), TÖDLICHE GESCHWINDIGKEIT (1994), AUF DER FLUCHT (1993) oder den unterschätzten WATERWORLD (1995). Der Mann kann was.