The Curse

Der junge Zack ( Wil Wheaton ) beobachtet wie ein Komet hinter der Farm einschlägt. Dieser löst sich jedoch einfach auf und bald hat das Wasser einen komischen Geschmack, die Früchte verfaulen und Tiere werden aggressiv. Auf Menschen scheint es auch eine Auswirkung zu haben, denn Zack´s Familie verwandelt sich zunehmend in bösartige Kreaturen. Bald sind nur noch er und seine Schwester normal und die eigene Familie trachtet den Beiden nun nach dem Leben. Nur Dr. Alan Forbes ( Cooper Huckabee ), dem niemand Glauben schenkt, kann den Beiden noch helfen.

Der Schauspieler David Keith wagte im Jahr 1987 den Sprung von vor der Kamera hinter dieselbige und setzte sich auf den Regiestuhl. Herausgekommen ist ein unterhaltsamer Vertreter aus dem Horror-SciFi Genre. Keith war zuvor in etlichen Filmproduktionen aktiv als Schauspieler und konnte somit schon einige Erfahrungen im Filmgeschäft sich aneignen. Den Schritt hinter die Kamera wagten schon viele und die meisten scheiterten am erfolglosen Endprodukt. In den 80er Jahren waren etliche Horrorfilme in den Videotheken vorzufinden, und erfreuten sich großer Beliebtheit. Mit dem Streifen THE CURSE ging Keith kein Risiko ein und setzte sein Werk geschickt in die Welle solcher Filme rein. Keith ist unter anderen in Filmen wie “Die Indianer von Cleveland 2” von 1994, “Jail Force” von 1992 und nicht zu vergessen in “Ein Offizier und ein Gentelman” von 1982 zu bewundern. In seiner recht kurzen Karriere als Regisseur tauchten nach THE CURSE noch “Tennesse Buck” von 1988, wo er auch eine Rolle vor der Kamera besetzte und “Waterville” von 2003 auf.

Als Produzent für THE CURSE tratt ein sehr bekannter und namenhafter Filmschaffender in den Hintergrund. Die Rede ist von Lucio Fulci, der allerdings auf dem Cover und in den Credits unter dem Pseudonym Louis Fulci genannt wird. Auch war er als Berater und Helfer für die Special Effekte tätig und konnte somit einiges seiner Ideen und Erfahrungen mit einbringen.

THE CURSE nimmt sich der Thematik von Gefahren aus dem All an. Ein mysteriöser Komet knallt auf die Erde nieder und langsam verändert sich deren Umwelt, mit dem Hintergedanken der Menschheit böses anzutun.  THE CURSE basiert auf einer Geschichte von H.P. Lovecraft mit dem Titel “The Colour out of Space”. 

Die Geschichte von THE CURSE ist recht einfach gestrickt und begeistert den Zuschauer jedoch mit zahlreichen Subplots, die sich nahtlos in die Geschichte integrieren. Der Hauptdrehpunkt ist die Farm in dessen Nähe der Komet eingeschlagen ist und sich in das Grundwasser einschleicht und es chemisch verändert. Durch den Wechsel zu den einzelnen Subplots wird eine angenehme Abwechslung geboten und deren Zusammenhalt wird dem Zuschauer Stück für Stück deutlich gemacht. Sei es ein Familienkonflikt in einer Patchwork Familie, wo das Familienoberhaupt altbackene Ansichten der Erziehung und Familienführung an den Tag legt, oder ein junges Pärchen, was es sich vorgenommen hat, das kleine Städtchen zu verlassen um in der Großstadt erneut ihr Glück zu versuchen. Dazu noch ein Immobilienmakler der ein Auge auf die ländlichen Grundstücke geworfen hat, um sie an eine große Firma gewinnbringend zu verkaufen, die dort einen riesen Staudamm errichten möchten.

Schaut man sich THE CURSE genauer an, so bekomm man auch einige aufwendige Kostüme und vor allem Masken geboten. Die Maskenbildner konnten sich mal so richtig mit Latex, Glibber und Schleim austoben. Dazu noch viele kleine Tierchen, die schon oft beim Anblick bei vielen Zuschauern den Ekelfaktor hochschnellen lassen. Auch konnten sich Modellbauer ausgiebig mit dem Film befassen und können vor allem im Finale, und in der Schlussszene eindrucksvoll zeigen was sie erschaffen haben. Auch wenn das meiste davon leider anstandslos zerstört wird. Dazu einen stimmigen und eindringlichen Soundtrack, der die gezeigten Szenen deutlich unterstützt und hervorhebt. Als Komponist trat Franco Micalizzi in den Hintergrund und werkelte fleißig am Sound. Auch hinter der Kamera standen teilweise italienische Männer. Durch den Einfluss vieler italienischer Beteiligten wurde dem Film wahrlich dazu verholfen, in der Masse der damaligen US-ameriakanischen Produktionen unter zu gehen. Dies macht THE CURSE zu etwas besonderm und drückt ihn aus dem Einheitsbrei heraus.

Betrachtet man THE CURSE genauer, so bekommt der Zuschauer einen soliden und sauberen inszenierten Horror-SciFi Mix serviert. Eine interessante Hauptstory mit den dazu gehörigen Nebenplots und alles noch mit nicht nervigen Sound. Für Fans von Horrorfilmen aus den 80er Jahren ist THE CURSE sicherlich eine Empfehlung oder dürfte auch vielen bekannt sein.

Leider gibt es THE CURSE bislang in Deutschland nur auf VHS vom Label “Empire”, jedoch ist diese FSK 18 Freigabe Version vollkommen ungeschnitten und schon oft für kleines Geld zu bekommen. Erschienen ist der Film in einer Hartbox mit schicken Artwork als Covermotiv.