The Game (1997)

Inhalt:

Nicholas van Orton (Michael Douglas) ist ein reicher Banker in San Francisco. Er hat alles. Braucht nichts. Noch nicht mal Menschen. Zu seinen 48. Geburtstag bekommt er von seinen Bruder Conrad (Sean Penn) ein Geschenk: ein Spiel der Firma Consumer Recreation Services. Nicholas willigt ein, macht Tests und wird abgelehnt. So scheint es. Aber hier ist nichts wie es scheint. Das Spiel hat längst begonnen.

Filmisches Feedback:

Guter Schwitzfaktor

Wenn Mütter einen besuchen muss man denen ja was bieten. Nachdem man schon den Tag zusammen verbracht hat und man eine Speisung tätigte, kam der Ruf nach einen kleinen Film. Wie immer bei solchen Auswahlverfahren, lege ich stets drei Filme hin und man kann sich dann einen aussuchen. Und sie wählte diesen. Vornehmlich wegen Michael Douglas, den sie sehr mag (man muss dazu sagen meine Mutter ist nun schon im Rentenalter und war in ihrer Jugend ein großer Freund von Paul Newman, später dann Tom Selleck. Michael Douglas kam später hinzu). Nun denn, man sah sich den Film an, Anlage auf volle Laustärke und am Ende sagte sie: “Da hab ich aber einen guten Film ausgesucht.” Und recht hat sie.

Der dritte Langfilm von Fincher bietet verschachtelte Unterhaltung. Er bleibt seinen Grundsatz einer undurchsichtigen Welt treu und zieht den Faden der Unwissenheit und Desillusionierung mit intelligenten, dramaturgischen Spannungsbogen durch. Fincher zeigt die Welt als Ort der Kälte, gezeigt durch Michael Douglas als gefühlstoter Mensch. Durch überraschende Wendungen und einer groß-inszenierten Irreführung in allen Bereichen resümiert Fincher die Menschfindung und all ihre Werte am Ende des letzten Jahrhunderts.

Fincher plädoyiert auf Menschlichkeit in dieser kalten Welt. Die Suche nach dem eigentlichen Sinn des Lebens und die Pflege von zwischenmenschlichen Beziehungen stehen hier im Vordergrund (wie so häufig in seinen Filmen).
Trotz aller Thrillerelemente ist THE GAME ein sehr humaner Film. Gerade heutzutage ist es wichtig Mensch zu bleiben.
Fincher ist hier ein Gänsehautgarant. Erreicht hier zwar nicht die Kraft von SIEBEN (1995),  aber ein weiterer sehr wichtiger Film in seiner Karriere.