The Haunted Sea

Das man auch mit einem geringen Budget ein unterhaltsamen Film produzieren kann, haben uns schon so einige Regisseure bewiesen. So wie auch Daniel Patrick mit seinem Debut „The Haunted Sea“ von 1997. Sein erster Film und auch sein einzigster. Ein weiterer Beitrag im Horror Genre mithilfe eines Monsters auf hoher See.

Als Produzent stand Roger Corman zur Seite. Zu diesem Namen muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Allzuviele Klassiker und Kultstreifen reihen sich um diesen Namen. Kann „The Haunted Sea“ da mithalten und sich gegen andere Streifen behaupten? Ja, kann er.

Captain Ramsey steuert einen Frachter auf hoher und dunkler See. Da taucht aus dem Nichts ein verlassenes Schiff auf, nur auf dem Radar ist nichts zu erkennen. Woher kommt es, was für ein Geheimnis verbirgt sich hinter den Schiffsplanken? Um dies herauszufinden entsendet er einen Teil seiner Mannschaft auf das Schiff. Nichtsahnend entdeckt die Mannschaft an Bord einen Aztekenschatz. Doch hinter diesem Schatz verbirgt sich ein Fluch und unbewusst erweckt die Truppe ein Monster. Hat das Monster auch die Mannschaft vom Schiff umgebracht?

Zugegeben die Story klingt nicht sonderlich originell und neu. Schon dutzende Male wurde solch ein Plot in diversen Filmen umgesetzt. Mal eher schlecht als recht, aber auch vertretbare Filme sind darunter zu finden.

Auch wenn das Budget für diesen Film recht gering war, kann er auf vielen Ebenen punkten. Allen voran die Atmosphäre. Durch das dunkle und verwinkelte Setting bekommt der Zuschauer förmlich die miese Lage der Mannschaft zu spüren. Untermalt mit einem Score der die Gänsehaut noch weiter verbreitet. Ein gesundes Spiel zwischen Licht, Schatten und nebligen Passagen unterstreichen noch das Feeling an Bord. Dazu noch ein paar handelsübliche Schreckmomente, wie dunkle Gestalt im Spiegel oder ein vorbeihuschen einer Gestalt.

Dazu gesellt sich noch ein Cast der sich für eine Low Budget Produktion sehen lassen kann. Wir sehen unter anderem die attraktive Krista Allen. Sie kennt man auch aus „Baywatch“ wo sie in insgesamt 27 Episoden die Jenna Avid spielte. Aber auch ihre Filmreihe „Emmanuelle in Space“ (nicht in Deutschland erschienen) dürfte für viele ein Begriff sein. In „The Haunted Sea“ geizt sie ebenfalls nicht mit ihren Reizen. Ihre üppige Oberweite und der knackige Hintern sind oft im Bild klar zu sehen. Auch in gewissen Tagträumen die aufgrund des Aztekenfluches in die Story eingepflochten wurden, ist sie des öfteren nur spärlich bekleidet zu sehen. An ihrer Seite eine weitere bezaubernde Frau namens Joanna Pacula. Sie spielte in „Sobibor“, „Helden USA“ und „Gorky Park“ mit, um ein paar ihrer Filme aufzulisten. In weiteren Rollen sind noch James Brolin, Jeff Philipps und Don Stroud zu sehen.

Ein weiterer positiver Aspekt sind noch die Effekte. Sie sind noch alle handgemacht. Auch wird den Fans vom roten Lebenssaft etwas geboten. Es geht in manchen Szenen recht blutig zu und der ein oder andere Körper wird an anderen Stellen geöffnet und verletzt. Doch das Manko ist leider das Monster oder besser der Mann im Gummikostüm. Hier merkt man recht deutlich dem Film den Budgetmangel an. Recht schnell ist das Monster in voller Montur im Bild. Hier wäre der Satz: „Weniger ist oft mehr!“ besser gewesen. Die Verwandlungsszene erinnert einen irgendwie an den „Hulk“ aus der TV-Serie. Doch wer ein Herz für Roger Corman Filme hat, und sich für Monsterstreifen nicht zu fein fühlt wird mit einem flotten, unterhaltsamen Streifen verwöhnt.

Diesen kurzweiligen Horrorstreifen gibt es bislang in Deutschland nur auf VHS vom Label „New Vision“ mit einer Freigabe von 16 und ist komplett ungeschnitten. Die Laufzeit des Films beträgt nur 73 Minuten – die sich aber lohnen werden.