The last Man on Earth (1964)

Inhalt:

Nach einer globalen Seuche werden Menschen zu zombieähnlichen Wesen. Dr. Robert Morgan (Vincent Price) scheint der einzig Überlebende zu sein. Er wollte ein Gegenmittel finden. Sein Alltag besteht darin tagsüber die Kreaturen zu suchen, zu töten und sie zu verbrennen. Nachts versteckt er sich vor den Untoten.  Eine beunruhigende Routine nimmt seinen Lauf.

Filmisches Feedback:

Wunderbarer B-Film und gleichzeitig großer Vorreiter

Samuel A. Zarkoff ist der Mann. Vielleicht zu Unrecht vergessen ist Zarkoff ein Produzent gewesen, der, wie kein anderer in den 50er – 70er Jahre Low-Budget Filme produziert hat, die heute jeder Genrefan kennt (oder kennen muss). Seine fleißigen Produktionen stellen keine Fließbandarbeit dar (na gut eine Wenigkeit schon) sondern vor allem eins: Kreativität mit wenigen Mitteln.

Sein Freund und Mitproduzent/Regisseur war Roger Corman. Zusammen waren sie AIP( American International Pictures), die so viele schöne Filme produzierten. Ich kann hier beileibe nicht alle aufzählen. Deswegen seien hier nur einige genannt: DER KOLOß  (1957) ,LEBENDIG BEGRABEN (1962),  RUHE SANFT GMBH (1963) , PLANET DER VAMPIRE (1965) , DER RABE (1963) , BLACULA (1972),  CAPRONA  1 & 2 (1975/77) und viele mehr. Zu diesen grandiosen Werken zählt auch dieser Film.

Die erste Verfilmung vom verstorbenen Richard Matheson (neben der 70er-Jahre Fassung DER OMEGA MANN (1971) mit Charlton  Heston, der Direct-to-Video Variante I AM OMEGA  (2007) und der Millionen-Dollar-VersionI AM LEGEND (2007) mit Will Smith ist dies der erste Versuch einer Adaption) bietet aus heutiger Sicht ziemlich viel Nostalgie. Das liegt zum einen daran, dass der Film in schwarz/weiß gedreht ist und zum anderen an den für diese Zeit typischen Drehen im „Schnellschußverfahren“. Dadurch blieb relativ wenig Zeit für eine kontrollierte Qualität des Drehmaterials, denn es sollte zügig ins Kino. Allerdings konnte somit viel ausprobiert werden und Kreativität war gefordert. Dies gelang dem Regisseurenduo Ubaldo Rugano und Sydney Salkow recht gut. Sie holten das Beste aus dem Material raus was sie hatten.

Der Film nimmt vieles aus dem Roman und setzt es zu einem herrlichen B-Film zusammen. An einigen Stellen hapert es allerdings und die Story erlahmt ungemein. Dies hat allerdings meines Erachtens nach  viel mit der Zeit in der er gedreht wurde zu tun, da das Publikum für vieles was man zeigen konnte aber nicht tat, nicht bereit war (obwohl es auch zur dieser Zeit Tendenzen gab vieles filmästhetische zu sprengen).

Kurzum: THE LAST MAN ON EARTH  ist ein guter erster Versuch einer Verfilmung auch wenn es ein einigen Stellen ermüdend wirkt. Vincent Price macht seine Sache sehr gut und dank diesem Film gibt es heute das große Untergenre „Zombiefilm“. Denn bei genauerer Betrachtung sind die Infizierten in diesen Film die Vorlage zu den modernen Zombies eingeführt von George Romero in THE NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968). Zwar sind es hier vampirähnliche Wesen, aber ihre komplette Grundhaltung und Verhalten sind exakt die, die George Romero in den Stand der Kultur erhoben hat. So gesehen, wäre ohne diesen Film das moderne „Zombiegenre“ nicht entstanden.

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