The Last Outlaw (1993)

Bei dem Film „The Last Outlaw“ von 1993 handelt es sich um einen Western der einst für den Sender HBO in den USA produziert wurde. Für die Regiearbeit hinter der Kamera wurde auf bewährte Qualität geachtet und Geoff Murphy verpflichtet. Der Neuseeländer ist kein Unbekannter und Neuling hinter den Kameras, Filme wie „Quiet Earth – Das letzte Experiment“ von 1985, „Freejack“ von 1992 und nach „Der letzte Outlaw“ folgten noch Filme wie „Alarmstufe: Rot 2“ mit Steven Seagal 1995 und „Fortress 2 – Die Festung“ mit Christopher Lambert 1999.

Für die Charaktere im Film wurde auf namenhafte B-Stars gesetzt, sei es Dermont Mulroney, Ted Levine, Steve Buscemi, Keith David und John C. McGinley. Für die Rolle des Outlaws wurde Mickey Rourke engagiert, der jedoch zur Zeit des Entstehens des Film sich eher im C-Movie Bereich tummelte, man sieht ihm auch schon seine Verwandlung dank diverser Schönheitsoperationen im Film deutlich an.

The Last Outlaw“ ist nicht für die grpoße Leinwand produziert worden, und das merkt man ihm recht schnell an. Er ist kurzweilig, bietet aber genug Action und macht Spaß beim schauen. Die Gewalt ist an vielen Stellen deutlich anhand diverser Wunden, Einschüsse und Verletzungen klar zu erkennen. Auch eine Kopfschuss Szene ist im Film deutlich zu sehen, daher wohl auch die Freigabe ab 18 Jahren, die vollkommen in Ordnung geht. Der Film verliert keine Zeit, es wird auf eine Einleitung komplett verzichtet und es wird sich ausgiebig auf die Jagd einer Outlaw Gang konzentriert. Dem Film widerfährt eine Wendung im Plot, und der Gejagte wird zum Jäger, dies ist zwar klischee behaftet, erfüllt aber seinen Zweck und bringt etwas Würze in die recht stumpfe Handlung des Films.

Auch haben sich ein paar kleine logischen Fehler eingeschlichen, über die man aber getrost hinwegsehen kann. Wer sich mit der Geschichte der USA und den Südstaaten auskennt, wird den Fehler schnell erkennen.

The Last Outlaw“ ist rauh, zackig und ohne große Abschweifungen der Story recht unterhaltsam. Die Gewaltdarstellung geht vollkommen in Ordnung und wirkt realistisch.

Zur technischen Umsetzung vom Label „KNM“ kann man noch sagen: Der Ton ist sauber und klar, kein knacken oder rauschen. Die Stimmenausgabe ist klar und gut verständlich. Auch was die Bildqualität angeht ist sie völlig zufrieden stellend. Sauberes, helles Bild, gelegentlich ein paar Verunreinigungen in dunkleren Szenen, von denen es nicht allzuviele gibt.

Für Westernromantiker ist der Film „The Last Outlaw“ eher ungeeignet, noch für Neo Western Fans ist er ein Blick wert. Und für Komplettisten von Mickey Rourke Filmen sowieso.