The Quiet Earth – Das letzte Experiment

Ungewöhnlicher SF-Film The Quiet Earth

Geoff Murphy schuf mit The Quiet Earth eine düstere Vision der Einsamkeit nach einer vom Menschen geschaffenen Katastrophe ohne die üblichen Elemente der Katastrophenfilme zu benutzen. Das hat zweierlei zum Vorteil. Zum einen konnte er somit eine ganz eigene Filmsprache entwickeln die komplett auf Langsamkeit basiert. Somit zeigte er eine urbane Katastrophe, bei den der Mensch letzten Endes vollkommen allein zurückgelassen wird. Er zeigt nicht die Vernichtung der Welt, sondern die (seelische) Isolation nachdem alles verloren gegangen ist. Zum Anderen konnte er sich so der Geschichte hingeben ohne auf effekthascherischen Nebenschauplätzen sein Augenmerk zu verlegen. Dieser Film, der nur wenig SFX hat aber wenn dann wurden sie sehr gut eingesetzt, ist wirklich sehr langsam erzählt. An einigen Stellen erinnerte er mich an David Lynchs Film “Straight Story”, nur eben mit weniger Menschen. Und hier liegt auch das Problem: Es passiert nicht wirklich was in den Film. Das ist einerseits ja gut, weil hier eine ganz andere Erzählweise etabliert wurde. Andererseits driftet so der Film ab und an in gepflegte Langeweile ab. Auch die Dreiecksgeschichte wirkte eher aufgesetzt statt bedeutsam für die Entwicklung der Geschichte. Aber als Endzeitthriller ohne Endzeitklischees ist er wirklich gelungen. Geoff Murphy hat danach unter anderem noch “Freejack” und “Alarmstufe Rot: 2” gedreht und war 2nd Unit Regisseur der “Herr der Ringe-Trilogie.