The Riffs III – Die Ratten von Manhattan (1984)

Nach einem atomaren Krieg ist die Erde nahe zu unbewohnbar. Im Jahre 2025 durchstreift eine Motorrad-Gang die Ruinen von New York, auf der Suche nach den letzten Lebensmitteln. In einer ehemaligen Forschungsanlage finden sie für die Nacht unterschlupf und sogar essbares. Doch im Dunkeln werden sie von unzähligen Ratten attackiert. Als sich die  Leute gegen sie zu Wehr setzen wollen, müssen sie entsetzt feststellen, dass die Ratten intelligenter sind als sie vorerst angenommen haben und das sie organisiert handeln. Es kommt zu einem erbitterten Kampf ums Überleben, dessen Ausgang ungewiss ist … 

Wenn man sich den Film The Riffs III – Die Ratten von Manhattan genauer anschaut,  so merkt man schnell, dass dies im Grunde genommen gar kein so schlechter Film ist, wenn doch da dieser irreführende Titel nicht wäre. Klar, man geht mit der Erwartung an den Film, eine Fortsetzung des Action geladenen Filmes The Riffs – Die Gewalt sind wir zu Gesicht zu bekommen und wird dann mit einem Ratten-Horrorfilm konfrontiert, der zwar so gesehen durchaus gut ist, aber mit der falschen Erwartung natürlich völlig enttäuscht wird. Betrachten wir jetzt aber den Film mal unabhängig davon, dass der Film in Deutschland unter dem Titel The Riffs 3 erschien.

Wenn man nämlich sich den Film The Riffs III – Die Ratten von Manhattan als völlig eigenständigen Horrorfilm anschaut und den deutschen Titel einfach ignoriert, dann bekommt man einen spannenden und auch verstörenden italienischen Horror-Schocker zu sehen, der einem eine interessante Story bietet, die dazu auch noch spannend, packend und fesselnd von Regisseur Bruno Mattei (Die Hölle der lebenden Toten, Laura 1+2)  in Szene gesetzt wurde und gute Horror-Unterhaltung bietet.

Mit einer guten Besetzung, die dazu sogar eigentlich nur aus ganzen 11 Darstellern besteht, von denen wir zum Beispiel Massimo Vanni und Ottaviano Dell’Acqua  unter anderem schon aus Lucio Fulcis Zombi 3 oder sogar zusammen mit Bud Spencer in Buddy haut den Lukas kennen, schafft es Mattei den Zuschauer auf einen höllischen Trip mit zunehmen, der eine Mischung aus Tierhorrorfilm, Action und Endzeit-Trash besteht und gute Unterhaltung bietet. Wie ich schon anmerkte ist das einzige Problem bei diesem Film eigentlich nur sein deutscher Titel, den man wohl wie so oft verwendete, um einen vielleicht unbekannten Film mit einem falschen Titel mehr Aufmerksamkeit zu verleihen, was aber leider dazu führte, dass man The Riffs III – Die Ratten von Manhattan als dritte Fortsetzung ansah und ihn somit einfach nur scheiße fand und noch findet.

Doch das ist schade, das der Film wirklich gut ist, wenn man ihm die Chance dazu gibt. Die Story ist vielleicht nicht mehr ganz so neu, doch wird sie unglaublich fesselnd erzählt und die hin und wieder doch recht derben Effekte, die übrigens von   Maurizio Trani stammen, der auch schon mit für die Splattereffekte in Zombies unter Kannibalen  zuständig war, wissen durchaus zu schocken. Zudem besitzt The Riffs III – Die Ratten von Manhattan eine sehr düstere und beklemmende Endzeit-Atmosphäre und vorhersehbar ist er beim erstmaligen Sehen nicht. Man wird also nicht nur gut unterhalten, sondern auch immer mal wieder mit Wendungen im Film überrascht.

Die die bizarre Atmosphäre um einiges intensivierende Musik stammt von Luigi Ceccarelli, der auch schon die Musik in Filmen wie den zwei Frauenknastfilmen Laura – Eine Frau geht durch die Hölle und dessen Fortsetzung Laura II – Revolte im Frauenzuchthaus mit Laura Gemser komponierte und dem Film The Riffs – Die Ratten von Manhatten noch zu dem eine etwas drückendes und unheimliches wenn nicht gar bedrohliches verleiht.

Ich weiß ja, dass viele, die den Film kennen nun verärgert rufen: hey, der Film ist scheiße, der hat ja mit dem ersten gar nichts zu tun…!” wo wir doch wieder beim Thema wären, dass der Film keine Fortsetzung ist sondern das Opfer einer falschen Titelgebung.  Hätte man den Film einfach nur Die Ratten von Manhattan genannt, so bin ich überzeugt, wären die Kritiken zu diesem Film wesentlich besser ausgefallen und man würde den Film nicht nur verreißen, denn das hat er meiner Ansicht nach nun wirklich nicht verdient.   

Ich empfehle Euch, den Film The Riffs III – Die Ratten von Manhattan noch einmal an zu schauen und einfach den idiotischen deutschen Titel zu ignorieren und sich damit anzufreunden, dass es nicht die Schuld von Mattei war, das man in Deutschland den Fehler begann ihn so zu nennen, wie er heute nun mal als Film im kino lief und auf VHS oder DVD heißt, denn im originalen heißt er übersetzt auch nur Ratten – In der Nacht des Terrors … von dem Film The Riffs oder Parallelen zu diesem keine Spur…

Meine Wertung: 8/10 Punkten