Als Chong (Bolo Yeung) auf dem Weg zum Gericht befreit und nach San Francisco gebracht wird. Reist Tarek Richards (Jalal Merhi) mit seiner Ex-Partnerin Linda Masterson (Cynthia Rothrock) ihm hinterher. Sie wollen nicht nur ihn, sondern auch einen Waffenhändler, wieder verhaften. Doch beide nehmen dort an einem mysteriösen Turnier teil, in das auch Tarek bald verwickelt wird.

 

Offensichtlich schreite die Videotheken-Welt nach einer Forsetzung. Im Jahr 1992 wurde TIGERKRALLE 1 mit Bolo Yeung und Cynthia Rothrock in die Videothekenregale gebracht. Nun vier Jahre später kam die Fortsetzung der Story. TIGERKRALLE 2 kam in die Hände der Besucher.

TIGERKRALLE 2 bedient sich dem Ende des voran gegangenen Teils und setzt genau da an wo TIGERKRALLE 1 aufgehört hat. Die Weiterführung der Story wirkt jedoch sehr unausgereift und stellt sich eher als eine lieblose Ansammlung verschiedener Ideen hin. 

Schnell erkennt auch der Zuschauer das es sich bei den Kulissen um einfache und primitive Pappkameraden handelt. Dazu noch eine angefangene Liebesromanze von Cynthia Rothrock und Jalal Merhi. Diese wird aber nicht weiter voran getrieben und verläuft im Sande. Jalal Merhi in der Rolle des Tarek wirkt total gelangweilt und deplatziert. 

Bis unsere blonde Schauspielerin und Kampfkunstsportlerin ihr Können der Schläge und Tritte unter Beweis stellen kann, vergehen schon mal 2/3 der gesamten Laufzeit. Wie gewohnt prügelt sie den Widersachern die Flausen aus den Kopf. Hingegen wirken die anderen Fights im Film eher als stammen sie aus Videospielen. Sie wirken einfallslos und wiederholen sich strikt nach immer gleichen Wiederkehrenden Vorlagen. 

Die Geschichte in der Bolo Yeung bereits etwas weniger im Rampenlicht steht, befasst sich sehr viel mit den Ermittlungen von Rothrock und Merhi. Das sorgt leider für gewisse Längen, die man als verwöhnter B-Movie Klopperstreifen Fan erstmal überwinden muss. Man sehnt das Finale und einen Endfight förmlich herbei. Doch wird man leider enttäuscht auf die Mattscheibe starren. Denn einen typischen Endfight gibt es in TIGERKRALLE 2 nicht. Regisseur J. Stephen Maunder arbeitete auf ein offenes Ende hin, damit der Grundstein für eine weitere Fortsetzung, für die er ebenfalls auf dem Regiestuhl Platz nahm, gelegt ist.

Das Setting der Katakomben die mithilfe von Nebel und Lichtspielereien umgesetzt wurden, versprühen einen mystischen Touch. Doch können sie leider die Ungereimtheiten und Lustlosigkeit nicht wieder ausbügeln. Somit bleibt ein eher durchschnittlicher B-Movie übrig und sollte vielleicht eher was für Fans dieser Filmreihe sein. 

Cynthia Rothrock Fans sollten eine Sichtung wagen. Und wer Bolo Yeung in einer seiner letzten Filmrolle sehen möchte sowieso. Wer es schafft sich dem Film bis zum Finale zu widmen wird wenigstens mit exotischen Kampfkünsten belohnt.

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