Time Runner (1993)

Inhalt:

Am 06.10. 2022 kommen außerirdische Invasoren auf die Erde und zerstören diese fast vollständig. Der auf einer militärischen Raumstation stationierte Captain Michael Raynor (Mark Hamill) schafft es per Wurmloch 30 Jahre zurück in die Zeit zu reisen. Auf der Erde im Jahr 1992 angekommen wird die Zeitreisekapsel entdeckt vom ISC (Intelligence and Security Command) und Raynor wird zunächst festgenommen. Nachdem er dem ISC erklärt was passieren wird bringen sie ihn zum Senator John Neila (Brion James). Dort findet Raynor heraus, dass sowohl der ISC als auch Neila bereits die außerirdischen Invasoren sind und diese bereiten den kommenden Angriff vor.

Filmisches Feedback:

Was Kanadier halt so machen…

…wenn ihnen langweilig ist: Sie mieten eine alte Brauerei, richten dort ein Filmset ein, trinken so 60-70 Liter Bier pro Person und schreiben dann ein Drehbuch. Nach der Ausnüchterung lesen sie das Script nochmal durch, merken wie dämlich das Ganze ist, aber da sie durch den Pfand den sie jetzt haben genug Kohle beisammen haben, rufen sie schnell den alten Kumpel Mark Hamill (STAR WARS) an (der hat noch einen Deckel offen vom letzten Gelage) fragen ihn ob er Zeit hat und fangen an zu drehen. Ach ganz vergessen haben sie ja auch den weiblichen Part. Da man Schnittchen am Set braucht, mal eben Rae Dawn Chong (ALIENKILLER, DAS PHANTOM KOMMANDO, welch geiler Name übrigens) Bescheid gegeben als Blickfang für den Film. Dann noch B-Film-Schurke Brion James (BLADE RUNNER, DAS FÜNFTE ELEMENT, der hat hier auch bereits einen Eintrag bei den Gesichtern aus der zweiten Reihe) als Nelia (liest das mal rückwärts dann wisst ihr auch wen er eigentlich im Film darstellt)  engagiert und ein paar SFX am Computer gestaltet und fertig ist eine Mischung aus TERMINATOR , “Invasionsfilm” und “Zeitreisestreifen”.

Ändert aber nichts an der Tatsache, dass dieser Film so gähnend langweilig ist, das selbst dem C-Filmfan der Schrecken in die offene Hose fährt. Dann doch lieber den Machern einen ausgeben mit der Bitte, niemals mehr einen Film zu drehen. Obgleich man sagen muss, dass der Film durchaus Potential hat. Also die Grundidee finde ich nun nicht verkehrt. Nur leider ist irgendwie alles Drumherum zu verschwurbelt.

Die Macher sind übrigens Regisseur Michael Mazo (DOWNDRAFT, CRACKERJACK), Produzent John A. Curtis (X-TRO 2, SHADOWCHASER) und sechs Drehbuchautoren, die alle im Videobereich ihr Können zeigten.