Time Walker (1982)

In dem Grab von Tut-Ench-Amun wird eine weitere Mumie gefunden. Was für die Archäologen ein Sensationsfund zu sein scheint, stellt jedoch eine bedrohliche Gefahr dar: Denn die Mumie ist ein Alien, welches für den Menschen tödliche Sporen mit auf die Erde gebracht hat. Als ein gieriger Laborassistent zudem auch noch die vermeintlich wertvolle Grabbeigabe der Mumie stiehlt, erwacht diese wieder zu neuem Leben, um sich an den Grabschändern zu rächen…

 

Bei TIME WALKER handelt es sich um einen Mix aus Horror mit Science-Fiction Elementen aus dem Jahr 1982 der unter der Regie von Tom Kennedy entstand. Es war Kennedy sein erster Film als Regisseur hinter der Kamera, danach war es jahrelang ruhig um ihn, bis er im Jahr 2005 sich wieder hinter die Kamera wagte und den Film “?” inszenierte, ein Jahr später drehte er noch einen Kurzfilm mit dem Titel “Lamb” bis es dann wieder ruhig um ihn wurde. Für TIME WALKER stand ein sehr geringes Budget zur Verfügung, was jedoch Kennedy nicht daran hinderte einen spannenden Film zu inszenieren, man merkt deutlich das er von seiner Arbeit als Regisseur überzeugt war.

Die Thematik der auferstehenden Mumien wurde schon zuhauf in den letzten Jahrzehnten vor TIME WALKER filmisch aufgegriffen und mehrmals in bewegten Bildern umgesetzt, in den 80er Jahren war es recht ruhig um die Mumien geworden. In der Welle der Horror- und SciFi Filme der 80er Jahre drehte Kennedy mit einem kleinen Team eine Mischung aus zwei erfolgreichen Genres. Anstatt wie oft üblich die Mumie mit einem Fluch zu versehen, schlägt Kennedy einen ganz anderen Pfad ein, und setzt hier die Mittel des SciFi Genres ein – das Zauberwort lautet: Aliens. Jetzt werden sicherlich viele denken, ohje da hat man aber sehr hoch gegriffen. Doch mitnichten. Man setzte sich nicht daran, hier einen schon damals mögliches Effekte Geballer einzusetzen, nein, man entschied sich für einen ruhigen und sachlichen Weg. Der Mumie wurden aus dem Sarkophag fünf Edelsteine entwendet, durch den Diebstahl erwacht sie und macht sich auf die Suche und Jagd nach den Steinen. Das dafür auch unliebsame Begegnungen mit dem Museumspersonal oder den Studenten in Kauf genommen werden, sollte klar sein. Auch werden hier ungebetene Gäste auf unterschiedliche Arten und Weisen aus dem Weg geräumt. Durch die Entwendung wird auch ein “Pilz” frei gesetzt, der innerhalb kurzer Zeit den befallenden Menschen ungeheuerliche Schmerzen mit Folgen eines qualvollen Todes beschert.

Bei vielen Kritikern ist dieser Film vollends durchgefallen und versagte. Das kann entweder an der Inszenierung, dem Budget oder auch an der Masse der Filme der 80er Jahre gelegen haben. Doch TIME WALKER ist eine kleine Filmperle in meinen Augen. Zwar sind die Horrorszenen nicht sonderlich prickelnd und spannend umgesetzt, aber sie unterstützen gut die Story. Harte, rohe Gewalt kann man in TIME WALKER nicht erkennen, die meisten Morde geschehen im düsteren und abgedunkelten Licht und zeigen nur ansatzweise das Geschehen. 

Das Finale des Films ist leider sehr abrupt inszeniert worden, jedoch erwartet dem Zuschauer ein paar Auflösungen aus der Geschichte, die Licht ins Dunkeln bringen. TIME WALKER ist in Deutschland nur auf VHS erschienen. In den USA ist er vom Label “Shoutfactory!” auf DVD und Blu-ray veröffentlicht worden.