Todeskuss der Schlange (1988)

Jugendliche haben ein Schlangenhaus in Miami angezündet, wodurch Dr. Whalen, der einem Schlangenkult angehörte, getötet wird. Sein Sohn Michael kann sich vor den Flamme retten. 8 Jahre später begeben sich diese auf eine Schiffsfahrt. Sie laufen auf eine Sandbank auf und gehen auf die nahegelegene Insel, Snake Island. Dort wird einer nach dem anderen ermordet, denn …

James Ingrassia drehte 1988 den Horrorstreifen TODESKUSS DER SCHLANGE, es war sein erster Film. Im selbigen Jahr drehte er noch die Komödie “Hot Splash – Eine Jungfrau geht baden”. Doch damit war seine kurze Filmkarriere als Regisseur auch schon beendet. 

TODESKUSS DER SCHLANGE ist ein Horrorfilm, der sich die weit verbreitete Angst von Schlangen zunutze nimmt, dazu noch eine Prise Aberglaube und geheimnisvolle Magie. Der Film bietet fast nur Einheitsbrei aus dem Slasher Genre. Er ist voll bepackt mit typischen Klischees, das geht schon damit los, das wer von Jugendlichen miteinander Sex hat, wird eiskalt dezimiert. Dazu sind sie noch auf sich allein gestellt, und haben selbst in urigen und bedrohlichen Lebenslagen noch Lust auf Zweisamkeiten und denken nur ans körperliche Wohlbefinden. Schnulzige und poppige Musik krönt das ganze noch ab.

Wer sich auf TODESKUSS DER SCHLANGE einlässt, sollte hart im Nehmen sein. Das liegt vor allem an der deutschen Synchronisation, die mehr schlecht als recht ist. Die Stimmen und Dialoge klingen extrem abgelesen, dazu sind einige Dialoge vollkommen sinnfrei und unpassend. Es fehlt jede Emotion darin und sie passen rein gar nicht zu den Schauspielern. Und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt – die Schauspieler! Aber kann man da von Schauspielern reden? Eher nicht, sie wirken wie Pappnasen, lustlos und wissen oft nicht wie sie sich manchmal verhalten sollen. 

Es fällt schwer der einfachen Story zu folgen, zu vieles ist zu einfach vorhersehbar und primitiv. Die Spannung wurde wohl auch im Drehbuch völlig unbeachtet gelassen. Wenigstens dachten sie daran, die jungen Mädchen in sexy Schwimmzeug und des öfteren mit blanken Busen durchs Bild wackeln zu lassen. 

Blutige Effekte und harte Morde sind eher Mangelware, zwar werden viele der Gruppe von einem geheimnisvollen Wesen dezimiert, aber die Morde geschehen im Off und man sieht nur Blut an Wänden spritzen oder auf dem Fußboden entlang fließen. Zudem ist recht schnell erkennbar, wer sich hinter den Morden verbirgt und bietet somit kaum Abwechslung und Neugier für den Zuschauer.

TODESKUSS DER SCHLANGE ist in Deutschland nur auf VHS vom Label SPLENDID VIDEO erschienen und besitzt eine Freigabe von FSK 18 und befand sich sogar auf der Indizierungsliste und wurde im Oktober 2014 durch Zeitablauf wieder gestrichen. Die VHS ist vollkommen ungeschnitten und war nur im Verleih verfügbar.

Für Fans von Trashfilmen und die gerne mal einen sehr unbekannten Slasher sehen möchten, sei dieser Film ans Herz gelegt, andere werden sich wahrscheinlich langweilen und schnell das Band wieder stoppen.