Tödliche Fracht (1977)

Im Zuge des Tierhorror Subgenre was vor allem in den 70er Jahren sehr populär und erfolgreich war, entstand 1977 der Film Tödliche Fracht. Auch hierzulande unter dem Alternativtitel „Taranteln“ bekannt. Und ist somit bereits der dritte mit dieser Thematik aus dem selbigen Jahr. Für die Regie nahm Stuart Hagmann auf dem Stuhl Platz, und ist auch sein letzter Film in seiner recht überschaubaren Laufbahn. Hagmann drehte 1970 unter anderem den Film „Blutige Lorbeeren“.

In einem alten Transportflugzeug werden Kaffeebohnen und die illegale Einwanderer nach Amerika geflogen. Bei einem Sturm kommt es zu Turbolenzen, wodurch einige Kaffeesäcke umfallen und aufplatzen. Leider ist in den Säcken nicht nur Kaffee, sondern noch jede Menge hochgiftige Taranteln, die die Passagiere und die zwei Piloten angreifen. Das Flugzeug muss Notlanden und zerschellt am Boden. Die Spinnen entkommen und freuen sich auf ihr neues zu Hause. Sie wandern zielstrebig auf eine Orangenlagerhalle in der nahegelegenen Kleinstadt zu. Die Gefahr wird natürlich erst zu spät erkannt und vom profitgierigen Plantagenbesitzer runtergespielt. Es kommt zum Kampf ums überleben.

Wer sich für das Subgenre des Tierhorrors interessiert, sollte sich nach Tödliche Fracht  umschauen. Er besitzt eine realen Hintergrund, nicht das es sich so mal zugetragen hat, was vielleicht möglich sei. Nein, denn hier wurden nur echte Spinnen verwendet. Somit erhält der Film eine Authenzität die andere Produktionen in den Schatten stellt. Doch einen Nachteil hat das ganze Unterfangen, somit verhält sich die Dramatik und der Härtegrad der Szenen mit den Krabbeltieren doch recht bedeckt und zurück. Wer also auf eine Invasion aus ist, wird sicherlich enttäuscht sein.

Schaut man sich die Besetzungsliste des Films an, fallen einen sofort zwei Namen auf. Die Rede ist unter anderem von Tom Atkins. Ihn kennen Filmfreaks vor allem aus „Lethal Weapon – Zwei Stahlharte Profis“ aus dem Jahr 1987 als Michael Hunsaker. Aber auch seine Rollen und Auftritte in anderen Produktionen wie „Tödliche Nähe“ aus dem Jahr 1993 mit Bruce Willis und „Maniac Cop“ von 1988 sind nicht zu verachten. Ein weiterer bekannter Schauspieler ist Claude Akins, auch er ist ein bekanntes und beliebtes Gesicht für allerlei Filme gewesen. Sei es „Der Polyp – Die Bestie mit den Todesarmen“ von 1977 (ebenfalls ein Tierhorror), oder auch „Überfall im Wandschrank“ von 1986.

Der Spannungsaufbau ist dem Regisseur sehr gut gelungen, auch wenn die Gewalt sich sehr bedeckt hält. Allein schon wenn man etwas Respekt vor solch großen Tieren hat, schaudert es einen über den Rücken, ganz zu schweigen wenn man eine Phobie gegen sie hat. Die Geschichte verläuft gradlinig und beinhaltet noch einen kleinen Nebenplot mit dem Plantagenbesitzer der nur an die Wirtschaftlichen Dinge denkt, was auch wiederum sehr realistisch ist. Dazu gesellen sich ein paar Logikfehler, Warnungen von Kindern werden einfach mißachtet, Funksprüche total vergessen und noch ein paar Feinheiten mehr. Schaut man mit einem zwinkernden Auge über solch kleinen Mißgeschicke, so bekommt man einen typischen und soliden Film aus den 70er Jahren präsentiert. Gemächliches Tempo, gradlinige Story und klasse Schauspieler. Dazu noch eine Kulisse die atmosphärisch sich sehr gut ins Gesamtbild integriert.

Tödliche Fracht gibt es auf VHS und DVD, wobei auf DVD nur in zwei verschiedenen Filmboxen, wo sich noch andere Vertreter darauf befinden. Als Single Auskopplung ist bis heute noch nicht erschienen. Wobei er wäre ein guter Kandidat für die HORROR VREATURE COLLECTION.

Auf VHS ist er vom Label „Vegas Video / Starlight Film“ erschienen, mit einer Freigabe von 16 und um ganze 5 Sekunden gekürzt. Es fehlt lediglich eine kleine Dialogszene, alle anderen Szenen wurden im Film belassen.