Torso – Die Säge des Teufels (1973)

Eine Gruppe von Kunstgeschichtsstudentinnen, zu der auch Jane (Suzy Kendall) und Daniella (Tina Aumont) gehören, wird von einem geheimnisvollen Killer mit einer Skimaske auf brutale Art und Weise dezimiert. Daraufhin verreisen die beiden mit ihren Freundinnen Ursula und Katia in ein etwas abgelegenes, aber feudales Landhaus zur Erholung, wo sich Jane jedoch bei einem Sturz verletzt und so an ihr Bett gefesselt ist. Doch aus der Idylle unter Mädchen wird nichts, denn auch Daniellas ungeliebter Freund Stefano und ein seltsamer Arzt namens Roberto tauchen dort auf. Doch als der Killer zur Attacke schreitet, gibt es auch dort keine Rettung, bis auf die Tatsache, daß er Jane übersieht, die unter Schmerzmitteln von den Morden nichts mitbekommt.

Giallo-typisch trägt er die obligatorischen schwarzen Handschuhe (eine Besonderheit besteht hier jedoch: Es sind schwarze Auto Handschuhe) und ein Messerchen, in dem sich auch schon einmal das Licht recht nett spiegeln darf.

Torso – Die Säge des Teufels bietet dem Zuschauer viel nackte Haut vieler Mädels und eine ordentliche Portion Gewalt. Mit richtigen Splattereinlagen sollte der Zuschauer jedoch nicht rechnen. Die Gewaltdarstellungen in Torso  beschränken sich meistens auf kurze aber effektvolle Szenen. Teilweise werden diese auch nur angedeutet, damit die Fantasie des Zuschauers angeregt wird, oder die Handlungen werden durch eine Figur im Film beobachtet, die in Nahaufnahme gezeigt wird und dem Zuschauer durch ihre Reaktionen das Geschehen vermittelt.

Wer über einige Logikfehler und solide, doch kaum oscarverdächtige Darsteller hinwegsehen kann kommt in Torso in den Genuss eines hervorragenden, stellenweise erstaunlich blutigen, horrorlastigen Giallos.

Handwerklich ist der Film wirklich gelungen. Die Einstellungen aus Perspektive des Täters, eines Opfers oder einer dritten Person überzeugen und wechseln sich in Torso gekonnt ab und die Kammeraeinstellungen, in denen das Gesicht des Killers nie zu sehen ist, sind auch absolut fein. Teilweise bleibt leider die Spannung in Torso etwas auf der Strecke. Die Story weist hier und da ein paar Hänger auf.  Torso  lässt sich nur leider an manchen Stellen zu viel und dafür an anderen Stellen zu wenig Zeit. Dementsprechend muss ich sagen, dass es bessere Vertreter des Genres gibt, dieser Italo-Thriller jedoch noch weit über dem steht, was aus manch anderen Ländern kommt.

Sergio Martinho beweist nach “Der Schwanz Des Skorpions” und “Die Farben Der Nacht” einmal mehr sein Talent als exzellenter Giallo-Filmer der Siebziger in Torso – Die Säge des Teufels. Die Säge kommt leider erst am Schluss des Films zum Einsatz und dies auf makabre Art und Weise. 

Mitte März bringt Edition Tonfilm “Torso – Die Säge des Teufels” in einem Mediabook heraus, es stehen verschiedene Covermotive zur Auswahl. Kostenpunkt liegt um die 20,00-25,00€. Auch in einer streng limitierten und Retro-Cover Version wird es Torso geben!

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