Tot & begraben (1981)

Wer hat nicht vielleicht Angst davor für Tot erklärt zu werden, und dann liegt man unter der Erde und wird wach! Ein Albtraum schlechthin oder? Im Jahr 1981 nahm sich Regisseur Gary Sherman dieses Horrorszenario vor und drehte den Horrorstreifen „Tot & Begraben“ oder auch unter seinem Originaltitel „Dead & Buried“ bekannt. Schon 1973 machte der Regisseur auf sich mit „Tunnel der lebenden Leichen“ auf sich aufmerksam und weitere Jobangebote als Mann auf dem verantwortlichen Regiestuhl flatterten ins Haus. Durch diese beiden Werke wurde ihm 1987 angeboten den dritten Teil der „Poltergeist“ Filmreihe zu drehen, was er auch dankend annahm, aber es war in diesem Jahr nicht sein einziger Film, auch „Gesucht: Tod oder Lebendig“ mit Rutger Hauer in der Hauptrolle wurde abgedreht.

In Tot & Begraben geht es um die kleine abgelegene Kleinstadt mit dem wohlklingenden Namen „Plotters Bluff“. Ein friedliches und beschauliches Örtchen, doch der Schein trügt. Doch der Schein trügt, Aussenseiter und Fremdlinge werden auf schnelle und brutale Art und Weise aus dem Örtchen beseitigt. Der Sheriff des Ortes wird mißtrauisch und macht sich an die Ermittlungen, Leichen verschwinden spurlos, aber tauchen auch wieder lebhaft vereinzelt auf und gehen normal irgendwelchen Arbeiten nach. Er ist dem Geheimnis auf der Spur, doch die Dorfbewohner wissen das zu verhindern – der Sheriff schwebt nun ebenfalls in Lebensgefahr, doch ist sich seiner Gefahr nicht bewusst.

Tot & Begraben kann sich mit einer sehr unheimlichen und knisternden Atmosphäre ins rechte Licht rücken. Vieles spielt sich im Dunklen ab, was der Prämisse noch mehr Ausdruck verleit. Der Zuschauer wartet gespannt auf die Geschehnisse im Dorf, und begleitet den Sheriff zu seinen Ermittlungen um das Geheimnis der Bewohner zu lüften. Hoffnungslosigkeit und Eingeschlossenheit geben sich die Klinke in die Hand. Zurecht gilt der Film bei vielen als kleiner Geheimtipp und als eine Filmperle im Genre. Ebenso bekommt der Zuschauer einfallsreiche Tötungsdelikte geboten, die auch optisch sehr gut aussehen und den Fan der härteren Gangart ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern – nicht sonderlich verwunderlich denn der Meister Stan Winston war an den Effekten stark beteiligt und konnte sich hier mal wieder gut austoben. Besonders im letzten Drittel des Films wird der Härtegrad deutlich angehoben.

Schaut man sich die Besetzungsliste genauer an, fällt einem ein Name besonders auf: Robert Englund! Der spätere Freddy Krüger in einer seiner vorherigen Filmrolle. Doch schaut man weiter in der Liste nach, tauchen noch Namen wie „Melody Anderson“, sie kennt man auch aus „Flash Gordon“ von 1980 oder auch aus „Feuerwalze“ von 1986 mit Chuck Norris. Zudem kommen gesellen sich noch einige Auftritte in diversen TV Serien.

Der Film Tot & Begraben ist ein Low Budget Streifen, dem man aber an vielen Stellen die geringen Mittel nicht sonderlich anmerkt, was auch den guten Effekten zuzusprechen ist. Um Kosten einzusparen wurde tatsächlich eine kleine Stadt angemietet und für die Dreharbeiten umfunktioniert, solch eine Kulisse nachzubauen hätte das vorhandene Budget gesprengt.

An den Kinokassen war der Film leider ein Flop hoch zehn, kaum Besucher wollten sich diesen Film anschauen, erst Jahre später im Videomarkt begann der Boom auf den Film. In den Horrorkreisen wurde er recht schnell als Geheimtipp favorisiert und somit stieg die Nachfrage in den Videotheken nach diesen bestimmten Streifen. Das Label „capelight“ veröffentlichte den Film erneut auf DVD und Blu-ray, er besitzt eine Freigabe von 16 und ist komplett ungeschnitten. Das Bild ist leicht körnig und rauschig, doch die Tonspur ist klar und deutlich zu vernehmen, kein Knacken oder Knistern ist zu hören. Somit ist mittlerweile der Streifen für nur ein paar Euro im Handel erhältlich und sollte in keiner guten Horrorsammlung fehlen. Kleine Anmerkung noch: Das Ende des Films überrascht auf jeden Fall sehr viele, zwar malt man sich das Ende bereits im Kopf aus, doch der Film zeigt einem das man sich irrt.