Underground Werewolf (1988)

Als der Künstler Childress 1957 das Comic-Monster “Cellar Dweller” kreiert und den Bildern okkulte Texte beifügt, erwacht die Kreatur plötzlich zum Leben. Er kann das Monster töten, stirbt dabei jedoch. Drei Jahrzehnte später bezieht Whitney Taylor die Kellerräume des renovierten Hauses. Von “Cellar Dweller” angetan, macht sie denselben Fehler wie ihr Vorbild vor 30 Jahren und erweckt das Wesen…

 

UNDERGROUND WEREWOLF ist eine kleine Enttäuschung, nachdem man sich das Cover der VHS angeschaut hat. Man erwartet einen gruseligen und spannenden Werwolf Streifen, mit Verwandlungsszenen und vielem mehr. Doch leider bekommt man davon rein gar nichts zu Gesicht. Das liegt wahrscheinlich am geringen Budget das für die Produktion zur Verfügung stand.

Werwolf ist nicht gleich Werwolf

Regisseur John Carl Buechler gab sein Bestes. Doch wenn ein Skript nicht viel her gibt, kann auch ein guter Regisseur nichts daran ändern.

In den ersten Minuten bekommt man eine Kamerafahrt geboten, wie man sie zum Beispiel aus “Tanz der Teufel” kennt. Kurz darauf sieht man ein sehr bekanntes Gesicht, die Rede ist von Jeffrey Combs, den man vor allem als “Re-Animator” kennt. Er sitzt an einem Schreibtisch und zeichnet einen Werwolf Comic. Neben den Zeichnungen liegt ein geheimnisvolles Buch mit allen mystischen Legenden und Zaubersprüchen. Bevor der Zuschauer und Jeffrey sich versehen, steht schon ein Werwolf hinter ihm und nimmt sich der jungen Dame an, die in seiner unmittelbaren Nähe sich aufhält. Ein Feuer wird entfacht und dem Comic wird zerstört. Doch ist damit auch der Werwolf verschwunden?

Durch einen Zeitsprung befindet sich der Zuschauer nun in den 80er Jahren. Dreißig Jahre nach dem Vorfall. Ab diesem Zeitpunkt plätschert die Story gemächlich vor sich hin. Kaum Highlights sind noch zu erwarten. Alle Darsteller wirken blass und unsympathisch. Zwar taucht später nochmal der Werwolf auf, doch die Inszenierung und Darstellung des Monsters sind sehr zum Schmunzeln. Viele Szene-folgen finden in dunklen Räumen und Orten statt. Dies diente vor allem dazu die miesen Effekte ein wenig zu Kaschieren.

 

Die Geschichte des Films bietet viele Entfaltungsmöglichkeiten, die jedoch leider kaum ausgeschöpft werden. Statt dessen bekommt man einfältige und langweilige Passagen geboten, die die Laufzeit etwas strecken. Und das bei nur einer Laufzeit von 77 Minuten.

UNDERGROUND WEREWOLF ist hierzulande nur auf VHS erschienen. Noch dazu in der gekürzten Version. Ganze 6 Sekunden fielen der Schere zum Opfer. Besonders interessant ist es, das der Film bis 2013 sich auf dem Index befand. Man fragt sich nur wegen was? Denn in diesen fehlenden 6 Sekunden dürfte aufgrund des kleinen Budgets nicht sonderlich viel passiert sein.