Unter dem Vulkan

Exzellentes Alkoholikerdrama, besser als “Leaving Las Vegas” ist Unter dem Vulkan.
Recht unbekannt der Film, aber zu unrecht. Das mystische Gleichnis des Gottes Popocatepethl auf die moderne Welt in einer glänzenden Erzählung. Huston fängt die rohe, harte Realität eines Alkoholikers ein und beschönt nichts. Huston bleibt bei seiner kantigen Art des Filmens, ohne Verschönerung. Der Film besticht durch seine extreme Intensität und seinen Umgang mit der Sucht. Der Film bleibt dem Leben treu, er zeigt die Welt eines Einzelgängers, der alle Hilfe ablehnt weil er sich selbst als Abschaum sieht und sich zu Grunde richtet. Süchtige zeigen, wie hier im Film, die Wahrheit wenn sie in der Sucht sind und sind ehrlicher als so mancher “Nüchterne”. Viele Aspekte sind im Film enthalten, man kann viel darüber reden. Fakt ist aber: Huston hat hier einen wunderbaren Film geliefert. Er zeigt nicht nur auf drastische Art das schonungslose Leben eines Alkoholikers sondern auch das Warum (wenn auch nur andeutungsweise).Angefangen von der Titelsequenz, die schon alles zeigt um was es geht, bis hin zu den Schnitten und den unglaublichen Schauspielern.
Allen woran Albert Finney, der wirklich seine bis dato beste Rolle spielt. Bei ihm bekommt man das Gefühl des Verlorenseins mit. Er agiert echt, seine Mimik passt die Gradwanderung zwischen Nüchternheit und Versoffenheit, vermischt die beiden und am Ende weiß der Zuschauer nicht mehr; ist er nun betrunken oder nicht? Eben wie bei einen echten Alkoholiker.
Ein kleines Meisterwerk.