Vamp (1986)

Auf der Suche nach einer Stripperin für Ihre Studentenfete geraten drei ahnungslose Studenten in den After-Dark-Club. Star dieses Clubs ist eine wunderschöne Frau, die ein Geheimnis hütet: sie ist ein leibhaftiger Vampir, ständig blutgeil, ständig bereit zuzubeißen. Die drei Studenten erwecken ihr Interesse und ihren Appetit. Zwischen Killerfahrstühlen und unheimlichen Abwasserkanälen, männermordenden kleinen Mädchen und gewaltigen Albinos hindurch flüchten sie in die verzerrte, unwirkliche Welt der Vamps.

Wenn man sich die Kurzbeschreibung von Vamp durchliest, könnte man meinen man hat sich bei DVD vertan, und From Dusk Till Dawn gekauft, denn die Story erinnert ein wenig an den! Doch Vamp ist sehr anders gestrickt, nicht nur das Vamp auch viel früher gedreht wurde, auch sind ganz andere Schauspieler am Werke. Auch Personen die vieleicht das schauspielern lieber sein gelassen hätten. Aber dies ist nun mal Geschmackssache, Vamp ist eine Horror-Komödie, aber eine von der ruhigen sanften Kategorie. Flache Story, aber gute passende Musik, nette Effekte, viel Humor, süße Schauspielerinnen, und ein hervorragendes Make-Up… also alles drin was ein netter Film wie Vamp für zwischendurch so braucht.

Da die Hauptattraktion des Filmes die für mich leider völlig untalentierte jamaikanisch- amerikanische Sängerin, Model und Schauspielerin und was weiss ich noch : Grace Jones  (James-Bond- Im Angesicht des Todes, Conan der Zerstörer, Boomerang) ist, muss ich allein aus dem Grund schon einen Punkt abziehen. Ihre schauspielerischen Qualitäten sind eher unterdurchschnittlich, auch wenn sie in Vamp keine Sprechrolle hat, sondern nur rumpfaucht und stöhnt, so hätte sie in meinen Augen diesen Schritt in Vamp lieber lassen sollen. Lediglich ein wenig Erotik kann sie in Vamp versprühen, so ist sie in sehr knappen Outfits zu sehen, wo man den Rest nur erahnen kann!

Vamp ist ein Vampirfilm den man eher in den B-Movie Bereich der 80er Jahre schieben kann, doch wer auf coole Musik und Outfits, Kostüme aus dieser Ära steht, der kommt in Vamp voll auf seine Kosten. Die Story und Handlung ist in Vamp sehr platt aber nicht einfalltslos, in der einen und anderen Szene ist auch Humor vorhanden, was die Szenen etwas auflockert, die ernsthaftigkeit wird dadurch etwas gebremst. Die Dialoge und die deutsche Synchro sind ganz gut gelungen und umgesetzt worden, das die meisten Darsteller hier total untalentiert sind, stört dann eher weniger den Zuschauer in Vamp. Die Effekte in Vamp sind sehr gut gelungen und werden dem Zuschauer auch sehr oft ins Bild gerückt, fürs Auge wird in Vamp gut versorgt, die Kostüme und Outfits verstärken die Effekte noch gut.

Wer jedoch auf Klassiker des Vampirfilms steht, sollte dennoch lieber Vamp wieder wegstellen und sich einen anderen Film aus dem Genre besorgen oder anschalten. Trotz allem ist Vamp ein Film der den Zuschauer gut unterhalten kann, und das nicht nur in einer feucht fröhlichen Partyrunde.

Vamp gibt es auf VHS und DVD, in jeweils einer FSK 16 und FSK 18 Version, wobei bei der 16er Version nur knappe 40 Sekunden fehlen, was meiner Meinung nach dem Zuschauer in Vamp kaum auffallen dürfte. Denn wie so oft sind es hier und da mal ein bis zwei Sekunden oder auch drei, und sowas merkt man kaum. Vorausgesetzt es sind keine wichtigen Handlungsstränge geschnitten worden, was aber in Vamp definitiv nicht der Fall ist! Vamp ist ein guter Film für zwischendurch, wenn mal nix gescheites läuft oder man nicht weiss was man schauen soll.

Aber er ist in meinen Augen kein Pflichtprogramm oder Must Have für die Sammlung. Jedoch Vampiranhänger sollten hier zugreifen, egal ob 16er oder 18 Version. Uncut ist nicht immer Uncut! Mir lag die Neu-Auflage und Remasterd Version vor, das Bild ist klar und der Ton deutlich und ohne Störgeräusche und Knacken! Kein Flimmern und Bildrauschen, nur das Bonusmaterial ist ein wenig rar, und die Menuführung in Vamp ist einfach und primitiv gestaltet worden. Aber es kommt ja auch auf den Film an und nicht das drumherum!

Ich gebe Vamp 7 / 10 Punkten