Veil of Blood – Der Fluch der schwarzen Schwestern (1973)

In einem düsteren Jahrhundert wurde eine junge Baronesse wegen des Vorwurfs von Vampirismus grausam verbrannt. Viele Jahre später versucht eine okkulte Sekte mit brutalen Riten ihre Seele aus dem Jenseits zurückzurufen. Die Geschwister Paul und Julia geraten in dem alten Schloss der Baronesse in einen Strudel aus Sex und Gewalt, aus dem es kein Entkommen gibt…


Schuster bleib bei Deinen Leisten, dieses Sprichwort passt genau auf die Regiearbeiten von Joseph W. Sarno. In der Erotik-Branche als Regisseur angefangen, schlängelt sich dieses Genre bis hin zum Hardcore-Genre durch seine lange Filmographie. So ist es auch nicht verwunderlich das er 1973 den Softcore-Erotik-Horror-Mystery Verschnitt DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN drehte. Der Film ist eine Gemeinschaftsproduktion von Deutschland, Schweden und der Schweiz.

So tauchen viele Namenhafte deutsche Darsteller in der Besetzungsliste auf. Unter anderem Anke Syring und Ulrike Butz. Ulrike Butz dürften viele aus den verschiedenen Report-Reihen und Lass Jucken Kumpel Filme kennen.

Es vergehen keine zwei Minuten und der Zuschauer bekommt schon einen kleinen Vorgeschmack auf das was ihm im späteren Verlauf des Films erwartet. Nackte, blanke Brüste, wohlgeformt ohne Hilfe von Synthetischen Mittel und operativen Eingriffen. Dazu noch die üblichen Buschlandschaften. In den 70er war die Intimrasur noch verpöhnt und nur im stillen Kämmerlein ein Gesprächsthema.
In DER FLCUH DER SCHWARZEN SCHWESTERN sieht man viele erotisch anzusehende Frauen in orientalischen Kostümen, die zu afrikanischen Bongo-Klängen teuflische Satansbeschwörungen und lustvolles Stöhnen von sich geben. Es gibt um eine Baroness, die einst im Schloss gewohnt hat, und wie ein Vampir nach Sex und Blut strebte. Nur mit einem Holzpflock oder einem Kreuz aus Knoblauch konnte ihr Einheit geboten werden. Somit erkennt man recht schnell woran sich die Skriptschreiber orientierten und diverse Klischees in die Story übernahmen.
Doch die Story ist schon das größte Manko am Film. Sofern man von einer sprechen kann, ist sie sehr dürftig und plätschert lustlos im Gegensatz zu den Darstellern im Film vor sich hin. Man könnte es eher so beschreiben, das die Softcore-Szenen aneinander gereiht wurden und die Story wirklich nur eine kleine Nebensächlichkeit darstellt.

Während der gesamten Spielzeit des Films bekommt man nur wenige Dialoge zu Ohren. Zumeist eher die Bongo-Klänge oder wildes Gestöhne einzelner Darsteller im Film. Durch die Klänge und die Laute der Frauen die im Verlies des Schlosses ihrer Lust freien Lauf lassen, werden andere Bewohner und Besucher ebenfalls zu sexuellen Ausschweifungen animiert.
Natürlich darf eine Lesben-Szene in solch einem sleazigen Streifen nicht fehlen. Besonders der Einsatz von Kerzen und Dildos fand hier wohl großen Zuspruch um in den mageren Plot mit aufgenommen zu werden. Das es auch hier eine Szene gibt, wo Fledermäuse eine Frau entkleiden wirkt da kaum noch obskurer.

DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN wird von vielen als Horror-Film betitelt, doch erfüllt er zu erwartende Klischees und Handlungen eher ungenügend. Eher ein Softcore-Streifen mit einem Hauch Mystik. Da hier die sexuellen Handlungen und Bedürfnisse in den Vordergrund gerückt werden. Oder hat stundenlanges, ausgiebiges Brüste-kneten was mit Horror zu tun?
Wer ohne große Erwartungen an den Film heran geht und mit seichter Erotik aus den 70er was anfangen kann, wird hier seinen Spaß haben. Auch ist die Auswahl der Darstellerinnen im Film gut getroffen. Allen anderen sei von diesem Film abgeraten. Die Story ist mau, roter Faden oft verloren, Dialoge kaum vorhanden.

Nackte Brüste – ausreichend vorhanden
Erotische Szenen – ausreichend vorhanden

Der Film DER FLUCH DER SCHWARZEN SCHWESTERN ist in Deutschland auf VHS und DVD erschienen. Wobei die VHS Versionen und die damalige Kino-Aufführung allesamt nur gekürzt erschienen sind.