Malone (1987)

Unter dem Namen Richard Malone(Burt Reynolds) hofft ein ehemaliger Geheimagent auf ein ruhiges Dasein, fernab der Zivilisation. Wegen einer Autopanne landet er in dem kleinen Nest Comstock. Doch der Ort ist zu einer Geisterstadt verkommen. Schuld daran ist der Millionär und selbst ernannte Patriot Delaney(Cliff Robertson). Er hat alles aufgekauft und sämtliche Bewohner vertrieben. Wer sich widersetzt, stirbt durch mysteriöse Unglücksfälle.

Burt Reynolds – wer kennt ihn nicht aus “Ein ausgekochtes Schlitzohr”, doch dieses mal ist er mehr zu Fuß unterwegs als im Auto, er besitzt zwar in diesem Streifen auch ein schickes Auto, aber dies ist leider kaputt, und deshalb macht er einen unfreiwilligen Zwischenstop in einer kleinen verträumten Stadt mit nur ein paar Einwohnern. Die Kulisse ist landschaftlich sehr schön anzusehen, in den Wäldern von British Columbia wurde gedreht. Was mich persönlich irritiert oder auch verwundert, egal welchen Film ich mit Burt Reynolds mir anschaue, immer die gleichen Haare und der gleiche Bart, nun gut dies mag alles sein selbst ernanntes Markenzeichen zu sein, aber komisch ist es schon irgendwie, als wenn er nur Rollen angenommen hat, wo er nicht sein Äusseres verändern musste. Nun ja, leider schliderte er immer nur von einem B-Movie zum nächsten B-Movie, einen riesigen Kinoerfolg konnte er leider nicht verzeichnen in seiner doch sehr langen Filmkarriere. Heutzutage ist er immer noch im Filmgeschäft tätig, aber meist nur mit kleinen kurzen Auftritten in Nebenrollen, dies mag aber auch an seinem fortgeschrittenen Alter liegen – man ist halt nicht mehr der jüngste – auch wenn die heutige Schönheitschirugie da nachhelfen kann. Jetzt aber wieder zum Thema des Films, das typische 80er Jahre Flair ist auf jeden Spürbar und sehbar, doch leider bleibt es auch dabei, viel neues ist in dem Streifen nicht zu erkennen – die Handlung geht strikt dem Schema F nach. Wehrlose Leute, ein Fremder mit Geheimnis kommt zur Hilfe und der Bösewicht hat ausgelacht! Punkt-Ende der Handlung.

“Schlitzohr zu Fuss”

Viel Action muss man hier leider vergeblich suchen, ab und an wird mal herum geballert und auch fliegt mal was in die Luft aber das war es leider auch schon. Ein paar blutige Schussverletzungen sind auch zu sehen, der Film hat eine Freigabe von FSK 16 und eine von FSK 18 erhalten, jedoch unterscheiden sie sich nur sehr wenig voneinander, die blutigen Schussverletzungen sind ein paar Sekunden länger zu sehen und auch eine Keilerei mit Fäusten ist um ein paar Augenblicke länger, also keine grosse Veränderung seitens der FSK – Vielen Dank! Die Spannung baut sich nur sehr schleppend bis gar nicht auf, viele lange Dialoge zwischen den Schauspielern, die Actionszenen sind leider sehr schnell vorbei, die Gegener von Malone sind schnell ausgeschaltet! Der Showdown des Films ist ein Zusammentreffen zwischen Malone und Patriot Delaney in einer Scheune, ein kurzes Gespräch, ein Schuss und die Scheune fliegt in die Luft – Ende. Ich vermute mal das das Budget zum Ende des Films schon aufgebraucht war und es nicht mehr möglich war noch mehr aus dem zähen Ende zu machen. Nichts desto trotz, kann man sich den Film anschauen, wenn man das Flair von alten Filmen mal wieder geniessen möchte und wenn man einen irgendwie nie alternden Burt Reynolds mal in einer anderen Rolle sehen möchte!

Ich gebe dem Film 4 / 10 Punkten!

Diesen Film gibt es nur auf VHS, eine DVD Auflage ist mal wieder ein Bootleg, was auf Filmbörsen und Auktionshäusern die Runde macht! Es gibt von der VHS zwei verschiedene Auflagen!