Vindicator (1986)

In einem Labor wird ein Mann bewust getötet um an ihm zu experimentieren. Er wird zu einem Wesen halb Mensch halb Maschine mit ungeheuerlichen Kräften. Der sogenannte Vindicator erlangt zwar sein Gedächtnis zurück, muß aber feststellen dass er über seine zerstörerichen Fähigkeiten keine Kontrolle hat. Von nun an hat er Sorge Menschen die ihm etwas bedeuten weh zu tun. Aber diese muß er kontaktieren um dahinter zu kommen, wem er dieses böse Schicksal zu verdanken hat.

Als ich auf Vindicator gestossen bin, war ich erst sehr skeptisch. Ich las mir einige Berichte und Meinungen von Kritikern durch, recherchierte im Internet und stiess fast nur auf negative Meinungen und Kritiken. Vindicator wurde förmlich zerrissen und auseinander genommen. Nachdem ich mir Vindicator auf VHS besorgte, trat ich mit hoher Skepsis an den Film heran. Doch meine Skepsis wurde relativ schnell wiederlegt, so das ich Vindicator mir gleich danach nochmal anschaute.

Vindicator wurde oft mit RoboCop verglichen, was ich nicht verstehen kann, denn die Story in Vindicator ist doch etwas anders und auch die Umsetzung ist total andere Wege gegangen. Vindicator ist ein Action – SciFi Film der ein Schatten dasein vieler anderer Filme fristet, doch brauch dies Vindicator wirklich nicht tun. Die Effekte sind sehr schön anzusehen und mit wenig Budget sehr gut gelungen und in Szene gesetzt, die Action ist ruhig gehalten und wirkt nicht übertrieben und überstrapaziert, Vindicator gehört eher zu den ruhigen Vertretern. Vindicator ist ein guter B-Movie Streifen, die Story ist zwar allzu bekannt, aber wenn es danach geht kann man das bei fast jedem Film sagen.

Die Story ist recht flott ohne grossen Hänger, hier und da mal ein Logikfehler, die man aber so gut wie gar nicht erkennt, es sei denn man schaut sich Vindicator so kritisch an wie wir es tun! Die Musik ist jeweils passend zu den Szenen ausgewählt und wirkt nicht erdrückend oder deplaziert, die deutsche Synchronisation ist etwas lustig und an manchen Stellen etwas sinnlos, aber auch dies ist leider oft bei vielen Filmen ein Manko. Dies kann aber auch Vindicator etwas einzigartig machen.

Stan Winston, ein bekannter Hollywood-Monster-Macher war hier am Werke und zeigt dem Zuschauer gute handgemachte Effekte in Vindicator. Auch ein sehr bekanntes weibliches Gesicht ist in Vindicator vertreten, doch leider nur in einer sehr kurzen, kleinen Rolle: Pam Grier. Vindicator unterhält einen sehr gut, man sollte seine Erwartungen nicht an Blockbustern messen, aber auch ohne dies ist er empfehlenswert und hat es verdient etwas populärer zu werden.

Vindicator gibt es auf VHS und DVD, mir lag die VHS – Version vor, die eine Freigabe von FSK 16 erhielt und trotzdem ungeschnitten daher kommt. Vindicator ist was für Fans von Roboterfilmen, die Action und SciFi Elemente gut kombinieren können. Ein Geheimtip ist Vindicator allemal.

Ich gebe dem Film 8 / 10 Punkten