Viper (1988)

Eine als Terroristen verkleidete Spezialeinheit der US-Sicherheitspolizei fingiert eine Geiselnahme, um die Dringlichkeit ihres Weiterbestehen zu beweisen. Als sich ein Polizist weigert, Geiseln zu erschießen, wird er seinerseits getötet; seine Frau geht schiesskundig und kaltblütig zum Gegenangriff vor.


Geheimnisse hat jeder Mensch, kann er sie auch haben. Aber es kommt drauf an was es für welche sind. Schlecht ist es wenn man als Ehemann in einer Anti-Terror-Einheit agiert aber nebenbei einer anderen Terror-Einheit angehört. Noch dazu wenn man ums Lebenslicht gebracht wird, und die Ehefrau weiß von nichts und muss sich nun den Ex-Kollegen des Mannes in den Weg stellen.

So kann man den Film VIPER (1988) oder auch unter CODENAME VIPER vertrieben in knappen Sätzen beschreiben. Man merkt recht schnell das man es hier mit Stangenware aus den 80er serviert bekommt. Was zu Massen in die Videotheken schwappte und viele davon bis heute fast gänzlich vergessen sind. Doch dafür sind wir von RETRO-FILM ja da. Euch an solche Klopper zu erinnern und vielleicht manche Labels darauf aufmerksam machen, welche Streifen es mal so langsam auf DVD und Blu-ray geben sollte.

VIPER beherbergt zwar eine schwache und ausgekauerte Story, kann aber dafür mit viel Action punkten. Sei es wilde Schussgefechte oder auch zahlreiche Explosionen die in keinster Weise billig und lahm ausschauen. 

Lust mal Mr. Strickland in einer schicken Uniform zu sehen und anstatt mal McFly das Leben schwer zu machen, Soldaten schikanieren? Dann ist VIPER genau das richtige. Der Schauspieler mit der lichten Haarpracht James Tolkan mimt hier den Anführer der Spezialeinheit. In einer weiteren Rolle taucht noch Ken Foree auf. Den dunkelhäutigen Hünen dürften die meisten aus ZOMBIE von 1978 als Peter Washington kennen. In VIPER ist er ein Kollege des ermordeten Mannes und soll die Ehefrau ermorden. Doch ihn plagt sein Gewissen und er verbündet sich mit ihr. Nun heißt es erstmal Schießübungen auf Pappteller an Bäumen mit der Frau absolvieren.

Viel Interessantes kann VIPER leider nicht viel bieten. Ein paar Schusssalven aus vollautomatischen Waffen, ein paar Autobomben und hier und da eine Explosion. Sie sind solide inszeniert worden und nahmen sicherlich das meiste vom Budget ein.

Bislang ist VIPER in Deutschland nur auf VHS in einer zerstückelten Version erschienen. Die VHS vom Label SONY VIDEO besitzt zwar eine FSK 18 Freigabe, ist aber stark geschnitten. Die Schnitte merkt man bei einigen Feuergefechten sehr deutlich.

Der Actioner VIPER ist kein Reißer und kein Knaller aus dem Genre, bietet aber solide Kost und kann für die Unterhaltung zwischendurch gut punkten.