Wes Cravens Mindripper (1995)

Eine Gruppe von Wissenschaftlern findet am Rande der Wüste einen schwerverletzten jungen Mann. Sie nehmen ihn mit in ein unterirdisches Gentech-Labor, in dem ein streng geheimer Forschungsauftrag durchgeführt wird. Sechs Monate später scheinen die Versuche der Wissenschaftler zum Scheitern verurteilt zu sein. Der junge Mann spricht auf die Experimente nicht an. Um seinen Tod abzuwenden, leitet das Team sofort Wiederbelebungsversuche ein. Nach einem kurzen Stromausfall ist der Mann, obwohl er auf dem OP-Tisch festgeschnallt war, verschwunden. Plötzlich wird die Forscherin Joanne brutal überfallen – von dem fast Todgeglaubten. Aber der ist nicht derselbe, der er einmal war. Die Experimente ließen ihn zu einem Monster mit übernatürlichen Kräften mutieren. Er metzelt systematisch nach und nach das gesamte Forschungsteam nieder..

Wes Craven, dieser Name sollte vielen Horrorfans ein Begriff sein, doch gab er für Mindripper nur seinen Namen und produzierte den Film, sein Sohn war für das Drehbuch zu Mindripper verantwortlich. Regie führte Joe Gayton bei diesem eher schlechten B-Movie Streifen namens Mindripper. Um den Erfolg an den Kassen zu erhöhen wurde Mindripper oft als dritten Teil der legendären “The Hills have Eyes” verkauft, was aber grundlegend falsch ist, denn inhaltlich hat Mindripper rein gar nichts mit dieser bekannten Filmreihe zu tun, es ist eine eigenständige ganz andere Geschichte!

Statt sich mit Rednecks zu befassen wurde hier die Idee eines Art Versuchsprojektes ausgewählt, was, wie sollte es auch anders sein, natürlich ausser Kontrolle gerät. Das Budget für Mindripper war sehr gering, was einem vor allem an den Sets und den Kostümen beziehungsweise am sogenannten Monster auffällt, aber dennoch schafft es Mindripper den Zuschauer in eine Art Beklemmenheit zu drücken, ganz abgesehen von akuten Ängsten über Klaustrophobie, die Angst vor kleinen Räumen. Die meiste Zeit spielt sich die Handlung von Mindripper in engen, dunklen Gängen ab, lediglich ein paar Aussenszenen runden dieses Bild ein wenig ab!

Viele der Akteuere sind unbekannte Schauspieler, die man selbst in kaum anderen B-Movies wiederzufinden sind, lediglich der Name: John Diehl den man auch aus Jurassic Park III kennt ist für manche ein Begriff, wen man nicht vergessen sollte zu erwähnen ist Lance Henriksen, der Name ist bekannt wie ein bunter Hund in einer grossen Stadt, heimisch im Horrorgenre und in diversen Rollen zu sehen. Doch leider wirkt Henriksen in Mindripper etwas gelangweilt und deplaziert, man kann auch meinen das er mit den anderen Schauspielern nicht interagieren konnte und so sein eigenes Ding durchziehen wollte. Diese Rolle in Mindripper betitel ich als einer seiner miesesten Rolle, man hat ihn schon besser und agiler erlebt.

In Mindripper bleibt der Zuschauer auf dem Trockenen, er erfährt von den einzelnen Protagonisten nicht ein bißchen, man wird völlig unformiert drauf losgelassen, dies mindert den Unterhaltungswert doch stark nach unten. Was die Special Effekte angeht, kann man sich drüber streiten, sie wirken zwar gut hergestellt und aufs Bild gebannt, jedoch fehlt die nötige Härte die man hätte in Mindripper erwarten können, es gibt zwar einige blutige Szenen, die wirken jedoch sehr künstlich und unpassend, und viele Szenen werden mit dummen Dialogen und Aussagen der einzelnen Rollen zunichte gemacht, dumme Fragen bringen oft nur dumme Antworten, in Mindripper ist der Beweis dafür präsent.

Mindripper ist zwar ein solider Horrorfilm, mit gewisser Spannung und Aufbau, jedoch reicht es nicht aus, um sich von den vielen anderen Genrevertretern abzuheben, man kann ihn sehen, aber man muss Mindripper nicht unbedingt gesehen haben. Da kann selbst Lance Henriksen in Mindripper nichts retten, in meinen Augen nur was für eingefleischte Fans von genetischen Projekten und deren Auswirkungen.

Mindripper ist auf VHS und DVD erhältlich, als Einzelfilm oder auch in verschiedenen Boxen zu den Filmen “The Hills have Eyes”, obwohl er nichts damit zu tun hat! Der Film hat eine Freigabe von FSK 18 und von den VHS Versionen ist nur die vom Label “Screen Power” komplett ungeschnitten.

Ich gebe Mindripper 7 / 10 Punkten (Unterhaltungsbonuspunkt, sonst 6)