Westworld (1973) – Perlen der 70er

Westworld oder “Hervorragende Darkfuture-Utopie”

Lange bevor Michael Crichton so richtig bekannt wurde, drehte er diesen bahnbrechenden SF-Thriller. Dieser (ohne die typischen SF-Elemente auskommende) Film ist ein wahrer Klassiker, denn er sprengte nicht nur inhaltiche Grenzen, auch formal nimmt er vieles vorweg, was in späteren Filmen zur Perfektion gekommen ist, so z.B. den “Roboterblick”, der zwar hier recht simpel aussieht, aber effektiv eingesetzt wird. Crichton kombinierte hier die Welt des klassischen Westerns und des technischen Utopiethrillers zu einem wahren Sammelsurium an Zitaten und satirischen Ansätzen. Allein schon Yul Brunner zu engagieren der seine Westernrollen hier parodiert ist genial (so trägt er in Westworld dieselben Sachen, die er bereits im Klassiker „Die glorreichen Sieben“ trug). Im Übrigen sagt Brunner hier noch weniger Worte als sein technokratischer 80er Jahre-Enkel “The Terminator”.


Der Ansatz den Crichton hier wählte; die technische Unkontrollierbarkeit der von Menschen geschaffenen Wirklichkeit und dessen nachfolgende Revolte gegen ihre Schöpfer ist radikal in Westwrold in Szene gesetzt für damalige Zeit (Spoiler (!) so z.B. kein Happy End und ne Menge Blut).
Im Prinzip eine Art “Jurassic Park” nur mit Cowboys statt Sauriern.